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Lindau entscheidet über Verbot weiterer Ferienwohnungen | BR24

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    Lindau entscheidet über Verbot weiterer Ferienwohnungen

    Der Stadtrat von Lindau entscheidet heute über ein Verbot von weiteren Ferienwohnungen auf der Altstadt-Insel. Damit soll verhindert werden, dass die Wohnungsnot auf der Insel verstärkt wird.

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    Damit würde es für Familien immer schwerer werden, bezahlbare Wohnungen zu finden. Die Folge könnte eine starke Störung der sozialen Infrastruktur sein. Die Zukunft von Kindergärten und Schulen auf der Insel wäre gefährdet, außerhalb der traditionellen Urlaubszeiten drohe eine "Geisterstadt" ohne natürliches Stadtleben.

    Im Winter wie ausgestorben

    Schon jetzt sind die Auswirkungen der bestehenden 61 Ferienwohnungen sichtbar. Ganze Gassen und Wohnbereiche wirken im Winter wie ausgestorben. Weil jetzt wieder 26 neue Anträge auf Umwandlung in Ferienwohnungen vorliegen, sieht sich die Stadtverwaltung zum Handeln gezwungen. Wie die Abstimmung ausgehen wird, ist völlig offen, weil es eine zusätzliche Hürde gibt.

    Sind die Stadträte befangen?

    Denn abstimmen dürfen nur Stadträte, die nicht "befangen" sind. Wie die Leiterin des Bürger- und Rechtsamtes, Tanja Bohnert, dem Bayerischen Rundfunk sagte, schreibe Artikel 49 der Gemeindeordnung vor, dass Stadträte nicht nur dann nicht direkt abstimmen dürfen, wenn sie "Vor- oder Nachteile" aus einem Beschluss haben, sondern ebenfalls nicht, wenn beispielsweise Ehepartner oder Verwandte bis zum 3. Grad Wohneigentum auf der Insel haben.

    Abstimmung wurde verschoben

    Damit die Stadträte dies überprüfen konnten, wurde die Abstimmung extra verschoben. "Nach den bisherigen Rückmeldungen gehen wir aber davon aus, dass der Stadtrat beschlussfähig sein wird", so Pressesprecher Jürgen Widmer.