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Fast 1.400 positive Ergebnisse an Bayerns Corona-Teststationen | BR24

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Die bayerische Staatsregierung steht nach der Corona-Testpanne unter Druck. Ministerpräsident Söder hatte gestern Gesundheitsministerin Huml den Rücken gestärkt und strukturelle Veränderungen angekündigt. Der Opposition geht das nicht weit genug.

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Fast 1.400 positive Ergebnisse an Bayerns Corona-Teststationen

Von den insgesamt 107.376 Corona-Tests, die bisher an den bayerischen Teststationen von Reiserückkehrern gemacht wurden, waren 1.389 positiv. Das hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) dem BR mitgeteilt.

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Bei den über 100.000 Tests an den Stationen für Reiserückkehrer in Bayern gab es fast 1.400 positive Ergebnisse. Das hat das LGL dem Bayerischen Rundfunk mitgeteilt. Datenstand ist der gestrige Mittwoch.

Über 70.000 Corona-Tests an den Autobahnen

An den Autobahnraststätten an der A3 bei Passau, der A8 bei Traunstein und A93 bei Rosenheim ließen sich laut LGL bis gestern 72.104 Menschen auf Corona testen, 1.188 mit positivem Ergebnis. Das entspricht 1,5 Prozent.

An den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg wurde bei 6.257 Personen ein Abstrich genommen. Hier waren 0,7 Prozent positiv (44 Personen). An den Flughäfen in München, Nürnberg und Memmingen war die Quote der positiven Tests mit 0,5 Prozent (157 Personen) am niedrigsten. Insgesamt ließen sich an den Flughäfen 29.015 Menschen testen, der Großteil davon am Airport München.

Test an Flughäfen von Privatfirma durchgeführt

Wie das LGL mitteilt, ist der Betrieb der Testzentren an den Flughäfen auf Basis eines Ausschreibungsverfahrens bereits am 3. August auf die Firma Ecolog übertragen worden. Die Ausschreibung für den Betrieb der Teststellen an den Bahnhöfen und Autobahnen ist mittlerweile ebenfalls beendet. Hier erhielt die Firma Eurofins, ein akkreditiertes Privatlabor, den Zuschlag, so das LGL.

Seit Montagnachmittag hat Eurofins die Abstriche in der Teststelle an der A3 (Donautal-Ost) übernommen, am 11. August an der A93 (Inntal-Ost), gestern an der A8 (Hochfelln). Heute erfolgte die Übernahme der Stationen an den Bahnhöfen Nürnberg und München.

900 Corona-Infizierte waren nicht informiert

Am Mittwochnachmittag hatte Gesundheitsministerin Melanie Huml einräumen müssen, dass zahlreiche an Bayerns Grenzen Getestete noch nicht über das Ergebnis informiert worden waren. Demnach seien Zehntausende der Befunde noch nicht übermittelt worden, auch etwa 900 Corona-positive. Diese sollten im Laufe des Donnerstags informiert werden.

Darüber, bei wie vielen die Kontaktaufnahme nun tatsächlich erfolgreich war, konnte das Gesundheitsministerium auf BR-Anfrage allerdings keine Angabe machen. Neue Zahlen und Informationen wolle man erst heute Nachmittag liefern. Weiter unklar ist damit auch, was mit den mehr als 100 positiven Tests ist, die bisher keiner Person zugeordnet werden konnten. Woher die Infizierten aus dem Urlaub kamen und wo sie im Moment wohnen ist nicht bekannt. Es ist aber davon auszugehen, dass sich die Infizierten über mehrere Bundesländer verteilen.

Huml begründete die Panne mit Übermittlungsproblemen aufgrund der händisch auszufüllenden Formulare. Ein Rücktrittsangebot von Huml lehnte Ministerpräsident Markus Söder aber ab.

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