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Leukämie: Vierfache Mutter aus Fürth braucht Stammzellenspende | BR24

© BR/ Tobias Burkert

Jasmin Kunoth ist Mutter von vier Kindern, Ende vergangenen Jahres kam die erschütternde Diagnose: Leukämie. Erste Chemos sind bereits vollzogen, das Leben retten kann aber nur noch ein passender Stammzellenspender.

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Leukämie: Vierfache Mutter aus Fürth braucht Stammzellenspende

Die vierfache Mutter Jasmin Sen-Kunoth aus Fürth hat Leukämie. Nur eine Knochenmarkspende kann ihr helfen. Doch die Suche nach einem geeigneten Spender ist schwierig – die 44-jährige hat türkisch-ägyptische Wurzeln.

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Die weltweite Suche nach einem Knochenmarkspender für Jasmin Sen-Kunoth gleicht einer Suche nach einer Nadel im Heuhaufen. Damit das Knochenmark auch wirklich passt, braucht sie einen Stammzellenspender aus dem türkisch-ägyptischen Kulturkreis. Doch das ist ein Problem, denn gerade in diesen Ethnien und Ländern lassen sich bislang weniger Menschen typisieren als zum Beispiel in Deutschland. Der Hämatologe Dimitrios Mougiakakos von der Universitätsklinik Erlangen macht dafür vor allem fehlende Informationen verantwortlich.

"Es hat nichts mit der Bereitschaft zu spenden zu tun. Das ist einfach Informationspolitik. Das ist auch ein Aufruf an Deutschland, dass man Ländern hilft, solche Stammzellenspender-Banken aufzubauen. Am Ende des Tages gibt es ja eine globale Vernetzung dieser Banken, und dann profitieren alle davon." Dimitrios Mougiakakos, Hämatologe Universitätsklinik Erlangen

Jackpot: Potenzieller Stammzellenspender gefunden

Kürzlich dann die gute Nachricht: Im Ausland ist ein passender Spender für Jasmin Sen-Kunoth gefunden worden. Das ist wie ein Sechser im Lotto – doch die Freude bei der 44-Jährigen und ihrem Mann ist verhalten. Zu groß ist die Angst, dass der anonyme Spender noch abspringen könnte. "Wir haben noch keine Zusage", berichtet Daniel Kunoth.

Typisierungsaktion soll helfen

Deshalb setzt die Familie nach wie vor große Hoffnung in eine Typisierungsaktion am 16. Februar in der Schwarzachhalle in Wendelstein (Lkr. Nürnberger Land). Denn auch wenn der gefundene Spender zusagen sollte – bekommt Jasmin Sen-Kunoth einen Rückfall, so kann er nicht noch einmal für sie spenden. Zudem will die Familie anderen Menschen mit Migrationshintergrund helfen, die ebenfalls einen Stammzellenspender brauchen.

Aufruf zur Typisierung in sozialen Medien

Damit sich möglichst viele Menschen typisieren lassen, informiert Daniel Kunoth in den sozialen Medien über die Typisierungsaktion am 16. Februar. Die Aufrufe hat er auch auf Türkisch und Arabisch verbreitet. Und in vielen Moscheen im Großraum Nürnberg hängen seit kurzem Plakate, auf denen zur Stammzellenspende aufgerufen wird.

© BR

Jasmin Sen-Kunoth hat Leukämie und braucht einen Knochenmarkspender. Doch die Suche gestaltet sich schwierig, denn die Spenderperson muss genau wie sie aus dem türkisch-ägyptischen Kulturkreis kommen.

💡 Wer kann Stammzellen spenden?

Als Spender kommen alle in Frage, die zwischen 17 und 55 Jahre alt und gesund sind. Wer keine Stammzellen spenden kann oder möchte, kann auch mit einer Geldspende helfen, denn jede Registrierung eines neuen Spenders kostet 35 Euro. Typisierungen führen die Deutsche Knochenmarkspende-Datei DKMS und die Aktion Knochenmarkspende Bayern AKB durch. Die Typisierungsaktion für Jasmin Sen-Kunoth findet am Sonntag, 16. Februar 2020 von 12.00-17.00 Uhr in der Schwarzachhalle Wendelstein statt. (Erklärt von Karin Goeckel, BR24 Studio Franken)