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Vor dem offiziellen Start der Bayerischen Landesausstellung 2021 im Juni sind die ersten Exponate bereits im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg ausgestellt. Auch das Konzept wurde vorgestellt.

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Letzte Vorbereitungen für Bayerische Landesausstellung

Vor dem offiziellen Start der Bayerischen Landesausstellung 2021 im Juni sind die ersten Exponate bereits im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg ausgestellt. Auch das Konzept wurde vorgestellt.

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Von
  • Andreas Wenleder
  • BR24 Redaktion

Die letzten Vorbereitungen für die Bayerische Landesausstellung 2021 im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg laufen. Teilweise haben die Exponate im Museum bereits ihren Platz gefunden. Vor dem offiziellen Start am 23. Juni haben die Organisatoren der Schau mit dem Titel "Götterdämmerung II - die letzten Monarchen" das Konzept vorgestellt.

Leben der europäischen Monarchen

Die Landesausstellung 2021 knüpft an die Ausstellung vor zehn Jahren an, als 2011 im Schloss Herrenchiemsee ebenfalls unter dem Titel "Götterdämmerung" die Zeit Ludwig II. beleuchtet wurde. In der diesjährigen Ausstellung gehen die Macher einen Schritt weiter und blicken auf das Leben von mehreren europäischen Monarchen vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur der Revolutionszeit um 1918.

Schwerpunkt: die letzten Monarchen

Im Mittelpunkt stehen Kaiserin Elisabeth von Österreich, der bayerische König Ludwig III., Kaiser Wilhelm II. und das russische Zarenpaar. Die Exponate beschreiben das Leben der "letzten Monarchen" und ihrer Zeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Die Beschleunigung im Bereich der Mobilität symbolisiert beispielsweise der sogenannte "Doppel-Phaeton" der Firma Benz, mit einem damaligen Preis von mehr als 10.000 Mark ein Luxusauto der Zeit.

"Tradition trifft auf Moderne. Und in dieser Zeit kommt dann auch die Frage auf: Brauchen wir diese Monarchen überhaupt noch, oder können wir als Bevölkerung das nicht besser?", sagt die Projektleiterin der Landesausstellung, Margot Hamm, über das Konzept der Ausstellung.

Auch "Sisi"-Mordwerkzeug in der Ausstellung

Ein weiteres Exponat steht dagegen nicht nur sinnbildlich für das Ende der großen Ära der Monarchen: Ausgestellt wird die Feile, mit der Kaiserin Elisabeth, auch genannt "Sisi", ermordet wurde.

Ein präpariertes Gürteltier zeugt dagegen vom Forschergeist der Zeit, auch in den Herrscherhäusern. Das ungewöhnliche Haustier brachte Prinzessin Therese, Naturforscherin und Tochter des bayerischen Prinzregenten Luitpold, lebend von einer Südamerikareise 1898 mit. "Die Ausstellung zeigt Ikonen, aber auch überraschende Objekte", sagt Margot Hamm. Auch für Kinder werde es spezielle Ausstellungsstücke geben. Informationen sind zudem in einfacher Sprache verfügbar. Außerdem können sehbehinderte Menschen Tastobjekte erkunden.

Ursprünglich sollte Ausstellung in Herrenchiemsee stattfinden

Die Ausstellung "Götterdämmerung II" zeigt das Museum der Bayerischen Geschichte vom 23. Juni 2021 bis zum 16. Januar 2022 in Regensburg. Ursprünglich hätte die Landesaustellung wie die erste "Götterdämmerung"-Ausstellung vor zehn Jahren im Schloss Herrenchiemsee stattfinden sollen. Sie wurde dann aber angesichts der Corona-Pandemie nach Regensburg ins Museum der Bayerischen Geschichte verlegt, wo bereits die Landesausstellung 2019 beheimatet war.

Rahmenprogramm der Stadt Regensburg

"Wir hätten uns das auch in Corona-Zeiten zugetraut. Weil die Partner das nicht wollten, stand die Landesausstellung erstmals auf der Kippe", sagt Peter Wolf vom Haus der Bayerischen Geschichte.

In Regensburg soll die Landesaustellung durch ein Rahmenprogramm der Stadt ergänzt werden. Mit Ausstellungen, Konzerten, Filmen und auch Führungen, etwa im Schloss Thurn und Taxis, will die Stadt lokale Aspekte der Zeit präsentieren. Regensburgs Kulturreferent Wolfgang Dersch lud bei der Ausstellungsvorstellung interessierte Besucher nach Regensburg ein. Er sei optimistisch, dass die Kontaktbeschränkungen dem im Laufe des Jahres nicht mehr im Weg stehen werden, sagte Dersch. Für die Organisatoren des Hauses der Bayerischen Geschichte soll "Götterdämmerung II" auch in Corona-Zeiten eine "sichere Ausstellung für alle Besucherinnen und Besucher“ sein. "Kultur für ein großes Publikum muss man wollen und sich auch trauen", sagt Wolf.

© MedUni Wien

Die Feile, mit der Kaiserin Elisabeth ermordet wurde

© Zoologische Staatssammlung

Präpariertes Weißhaargürteltier (Chaetophractus vellerosus Gray)

© Haus der Bayerischen Geschichte

Automobil "Benz 8/20 Doppel-Phaeton"

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