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Bildrechte: Johannes Kiefer/PreussenElektra

Am abgeschalteten Kernkraftwerk Grafenrheinfeld sind die letzten Brennstäbe aus dem Reaktorbereich abtransportiert worden. Nun sind die radioaktiven Brennelemente in dem Zwischenlager, das sich auf dem Kraftwerksgelände befindet.

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Letzte Brennstäbe aus KKW Grafenrheinfeld abgeholt

Am abgeschalteten Kernkraftwerk Grafenrheinfeld sind die letzten Brennstäbe aus dem Reaktorbereich abtransportiert worden. Nun sind die radioaktiven Brennelemente in dem Zwischenlager, das sich auf dem Kraftwerksgelände befindet.

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Von
  • Norbert Steiche

Seit rund fünf Jahren waren die letzten Brennelemente, die früher im Reaktorkern den für die Stromproduktion benötigten Wasserdampf erzeugten, bereits in einem so genannten Nasslager im Reaktorbereich des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld untergebracht. Komplett unter Wasser mussten die Brennstäbe dort abkühlen. Um sie nun in das Zwischenlager bringen zu können, wurden sie zunächst in einen Spezialbehälter verpackt – einen so genannten Castoren.

Beschädigte Brennstäbe

Bei diesen letzten Brennelementen handelt es sich um sogenannte Sonderbrennstäbe. Das sind Brennstäbe, die seinerzeit im Regelbetrieb des Atomkraftwerks beschädigt wurden. Der letzte Castor war am Wochenende beladen und hermetisch verschlossen worden. Die letzten 179 vollständig intakten Brennelemente waren bereits zwischen Februar und Mai in Castoren verpackt und in das Atommüllzwischenlager auf dem Kraftwerksgelände gebracht worden.

Weniger Castoren als geplant

In dem Zwischenlager werden nun endgültig 54 Castoren stehen. Ursprünglich wurde das Zwischenlager für 88 Castoren konzipiert. Die Genehmigung für das vor allem bei Atomkraftgegnern umstrittene Atommüllzwischenlager am KKW Grafenrheinfeld gilt bis 2046. Wie es danach weitergeht, ist bislang unklar. Denn in Deutschland gibt es bislang kein Endlager für atomare Abfälle.

Ab 2035 "grüne Wiese"

Ende Juni 2015 war das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld nach 33 Betriebsjahren endgültig abgeschaltet worden. Für den gesamten Rückbau des KKW Grafenrheinfeld geht Betreiber Preussen-Elektra von einem Zeitraum zwischen zehn und 15 Jahren aus. Verläuft der aufwändige Rückbau wie geplant, wird 2035 vom gesamten Kernkraftwerk nichts mehr zu sehen sein.

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