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Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau: "Finger in die Wunde legen" | BR24

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75 Jahre nach der Befreiung der Konzentrationslager sollten die Gedenkstätten nach Meinung von Gabriele Hammermann im politischen Diskurs klar Position beziehen. Es gehe darum, zu vermitteln, wohin Menschenverachtung und Ausgrenzung führen können.

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Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau: "Finger in die Wunde legen"

75 Jahre nach der Befreiung der Konzentrationslager sollten die Gedenkstätten nach Meinung von Gabriele Hammermann im politischen Diskurs klar Position beziehen. Es gehe darum, zu vermitteln, wohin Menschenverachtung und Ausgrenzung führen können.

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Von
  • Birgit Harprath

Die Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau sieht in der Arbeit der Gedenkstätten "angesichts eines zunehmenden Rechtspopulismus" und wegen "geschichtsrevisionistischer Bewegungen und Parteien" auch 75 Jahre nach der Befreiung eine wichtige Aufgabe.

"Es geht auch darum, den Menschen zu vermitteln, wohin eben Menschenverachtung, Ausgrenzung, Demokratieverachtung führen können. Und meines Erachtens haben Orte wie Dachau die Funktion, den Finger in die Wunde zu legen." Gabriele Hammermann

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