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Leinenpflicht für Katzen? Auch Bayern hat ein "Katzenproblem" | BR24

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Die Präsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes, Ilona Wojahn aus Reisbach, hält die Diskussionen um eine Anleinpflicht für Katzen in den Niederlanden für völlig überzogen. Gleichzeitig sagt sie, dass auch Bayern ein "Katzenproblem" habe.

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Leinenpflicht für Katzen? Auch Bayern hat ein "Katzenproblem"

Die Präsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes, Ilona Wojahn aus Reisbach, hält die Diskussionen um eine Anleinpflicht für Katzen in den Niederlanden für völlig überzogen. Gleichzeitig sagt sie, dass auch Bayern ein "Katzenproblem" habe.

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Nach Ansicht niederländischer Juristen sollen Hauskatzen nicht mehr frei herumstreunen dürfen. Die Tiere gefährdeten die Artenvielfalt insbesondere von Vögeln, begründen Arie Trouwborst und Han Somsen von der Universität Tilburg ihren radikalen Vorstoß. Rechtliche Handhabe für ein solches Verbot bieten demnach Richtlinien der Europäischen Union.

Diskussion um Anleinpflicht "viel zu extrem"

Ilona Wojahn, Bayerns oberste Tierschützerin und Leiterin eines Tierheims in Reisbach (Lkr. Dingolfing-Landau), hält diese Diskussion für viel zu extrem. Man könne Hauskatzen auch aus Tierschutzgründen das Streunen nicht verbieten, so Wojahn. Gleichzeitig ist sie aber der Ansicht, dass es auch in Bayern viel zu viele besitzerlose streunende Katzen gibt.  Wojahn spricht von "großen Katzenpopulationen in den Wäldern und in leerstehenden Anwesen".

Viele Streunerkatzen in Bayern

Daran seien aber wir Menschen schuld. Denn die vielen Streunerkatzen seien Nachkommen von nicht kastrierten Freigänger-Hauskatzen. "Wenn wir dafür sorgen, dass wir die Freigängerkatzen kastrieren, damit unkontrollierte Vermehrung ausgeschlossen und somit auch weiteres Katzenelend verhindert werden kann, wären wir schon einen großen Schritt weiter."

Mehr Geld für Katzen-Kastrationen

Zudem fordert die Tierschutzpräsidentin mehr Mittel für die Kastration streunender Katzen. Auch die Bayerischen Staatsregierung erkenne inzwischen an, dass wir ein Katzenproblem haben. So seien erstmals 200.000 Euro für die Kastration besitzerloser Streunerkatzen in den Staatshaushalt eingestellt worden.