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Die Bayreuther Wissenschaftlerin Anna Schenk wird mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis ausgezeichnet.

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Leibnitz-Preis für Bayreuther Wissenschaftlerin Anna Schenk

Anna Schenk wird für ihre Forschung an der Schnittstelle von Physik, Chemie und Materialwissenschaften mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis ausgezeichnet. Es ist die höchste Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftler in Deutschland.

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  • BR24 Redaktion

Die Bayreuther Wissenschaftlerin Anna Schenk wird heute mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis ausgezeichnet. Anna Schenk ist Juniorprofessorin an der Universität Bayreuth. Sie wird für zukunftsweisende Forschung an der Schnittstelle von Physikalischer Chemie und den Materialwissenschaften ausgezeichnet.

Anna Schenk: Von der Natur für neue Materialien lernen

Schenk wende Konzepte der Natur zur Strukturierung kristalliner Materialien an, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Dies könne einen völlig neuen Ansatz für die Energiewende bedeuten.

Beispielsweise würden in zahlreichen Organismen anorganische Kristallstrukturen genutzt, um harte Gewebe – zum Beispiel Knochen der Wirbeltiere, Muschelschalen oder Schneckengehäuse – aufzubauen. Diese Kristallstrukturen seien oft erstaunlich gut an ihre jeweilige Funktion angepasst. Entscheidend sei dabei ihr innerer Aufbau. Sie bestünden aus winzig kleinen Mineralkristallen, die in ihrer Anordnung durch weiche Biomoleküle bestimmt würden.

"Wir wollen uns die oft sehr raffinierten Bauprinzipien der Natur abschauen, um diese dann auf künstliche Systeme zu übertragen." Anna Schenk, Juniorprofessorin an der Uni Bayreuth

Wichtigster Preis für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Der mit 20.000 Euro dotierte Preis gilt als die wichtigste Auszeichnung für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland. Eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) berufene Jury hat die Bayreuther Physikochemikerin aus 150 eingereichten Vorschlägen ausgewählt. Insgesamt geht der Preis in diesem Jahr an vier Wissenschaftlerinnen und sechs Wissenschaftler.

Auch Nürnberger Hirnforscherin Budday ausgezeichnet

Unter den Ausgezeichneten ist auch die Hirnforscherin Silvia Budday von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie erhält einen der zehn Preise für ihre Forschung zur Entwicklung mikromechanischer Modelle für Gehirngewebe. Diese ermöglichten es, Krankheiten früher zu diagnostizieren und Behandlungsmethoden zu optimieren.

Preisverleihung findet online statt

Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis wird seit 1977 jedes Jahr verliehen. Wegen der Corona-Pandemie findet die Preisverleihung in diesem Jahr ausschließlich online statt. Sie ist ab 15 Uhr hier zu verfolgen.

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Für ihren Beitrag zur Gehirnforschung wird Silvia Budday von der Deutschen Forschungsgesellschaft am 4. Mai mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis ausgezeichnet - dem wichtigsten deutschen Forschungspreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs.