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Lehrstellensuche in Corona-Zeiten: Per WhatsApp zum Traumberuf | BR24

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Bildrechte: BR / Anke Gundelach

Per WhatsApp können sich junge Leute neuerdings bei der Handwerkskammer für Unterfranken über Ausbildungsmöglichkeiten informieren.

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Lehrstellensuche in Corona-Zeiten: Per WhatsApp zum Traumberuf

Der Schulabschlussjahrgang 2020 hat es nicht leicht. Schon die letzten Wochen und Monate bis zu den Prüfungen standen im Zeichen der Corona-Krise. Die hat auch den Ausbildungsmarkt völlig durcheinander gewirbelt. Da sind Ideen gefragt.

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Von
  • Anke Gundelach

Für viele junge Leute, die eine Berufsausbildung beginnen möchten, war die Suche nach einer passenden Lehrstelle zuletzt mit Frust verbunden. Auf Bewerbungen erhielten sie meist entweder Absagen oder gar keine Antworten. Angesichts der Corona-Krise lief der Betrieb in vielen Firmen und Personalabteilungen auf Sparflamme und etliche zögerten, ob sie in diesem Jahr überhaupt ausbilden sollten. Die allgemeine Unsicherheit sorgte dafür, dass bisher weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen wurden als üblich. Dabei wird motivierter Nachwuchs weiterhin dringend gesucht. Allein im unterfränkischen Handwerk seien derzeit noch 1.300 Lehrstellen offen, so der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HWK) für Unterfranken, Ludwig Paul.

Last-Minute-Ausbildungsbörse

Er führt dies auch darauf zurück, dass Berufsberatungstage und Jobbörsen wegen Corona ausfallen mussten. Die HWK springt nun in diese Lücke und hat kurz vor den Sommerferien eine Vermittlungsoffensive gestartet. Mit einer Last Minute Ausbildungsbörse will sie Lehrstellensuchende und -anbieter zusammenbringen. Über eine Telefonhotline und per WhatsApp können junge Leute direkt mit den Berufsberatern der Handwerkskammer in Kontakt treten. Man habe die Hürden für sie möglichst niedrig halten wollen, so Ludwig Paul, der die Kammer damit auf dem richtigen Weg sieht. Die Resonanz auf das Angebot, sagt er, sei schon in den ersten Tagen groß gewesen.

Große Auswahl an offenen Lehrstellen

Einer, dem bereits auf dem kleinen Dienstweg geholfen wurde, ist der 19-jährige Würzburger Malik Niyam. Auch er hatte eine deprimierende Bewerbungsodyssee hinter sich, ehe er kürzlich per WhatsApp mit der Handwerkskammer in Kontakt trat. Eine Berufsberaterin konnte ihm dort schnell ein Betriebspraktikum in einem Sanitärunternehmen vermitteln. Generell sei die Auswahl für junge Leute auch jetzt noch groß, versichert Ludwig Paul. In allen Gewerken gebe es derzeit noch offene Lehrstellen.

Bewerbungen bis in den Herbst hinein möglich

Offiziell beginnt das neue Ausbildungsjahr im September. Das wird von Arbeitgeberseite aber offenbar nicht allzu eng gesehen. Neue Ausbildungsverträge können laut Handwerkskammer auch noch später abgeschlossen werden.

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