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Simone Fleischmann

"Ich sehe die Portale sehr problematisch, weil es vor allem eingreift in die Kompetenz der Lehrerinnen und Lehrer. Und ich möchte gleich sagen, wir Lehrerinnen und Lehrer lassen uns nicht einschüchtern", meinte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann im Interview mit der radioWelt am Morgen auf Bayern 2.

"Mit Wort Neutralitätsgebot aufräumen"

Es sei wichtig mit den Schülern in den Dialog zu treten, so Fleischmann über den Unterricht zur politischen Bildung. Sie forderte: "Wir müssen unbedingt mal mit diesem Wort Neutralitätsgebot aufräumen. Es geht um ein Kontroversitätsgebot. Ich muss kontroverse Meinungen präsentieren."

Man könne beispielsweise Wahlplakte analysieren, um die Meinungsbildung der Schüler zu stärken. Für sie sei es ganz wichtig "die Schülerinnen und Schüler zum politischen Denken bringen, das ist eines der größten Aufträge, die wir in der Schule haben", betonte Simone Fleischmann.

"Keine befristeten Verträge für Lehrer"

Die Präsidenten des BLLV begrüßte die Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder, dass es keine befristeten Verträge für Lehrer mehr geben soll. "Das ist für uns ein ganz wichtiges Thema", sagte Simone Fleischmann.

"Wir können in Zeiten des Lehrermangels gerade im Grund-, Mittel- und Förderschulbereich keinesfalls nach außen darstellen, dass du dann in den Sommerferien arbeitslos bist. Es ist ganz wichtig, an diesem Versprechen des jetzigen Ministerpräsidenten festzuhalten."

Der Verband lehne zudem grundsätzlich das Angestelltenverhältnis für Lehrerinnen und Lehrer ab: "Wir stehen zum Berufsbeamtentum und das muss zu 100 Prozent durchgesetzt werden", sagte Fleischmann.