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Lehrerverband kritisiert Bildungsmonitor | BR24

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Der gestern vorgestellte Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft sieht Bayern bundesweit auf Platz 2. Der Deutsche Lehrerverband hält aber nicht viel von der Studie.

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Lehrerverband kritisiert Bildungsmonitor

Der Deutsche Lehrerverband hält nicht viel vom am Donnerstag veröffentlichten "Bildungsmonitor" der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Präsident Meidinger kritisiert die Studie als zu wirtschaftsnah.

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Einige Kriterien, etwa den Anteil der Ganztagsbetreuung, hält Hans-Peter Meidinger für fragwürdig. Das ist einer der wenigen Punkte, bei denen Bayern laut Studie keinen Spitzenplatz einnimmt.

Denn, so der Chef des Lehrerverbands gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur, der Anteil allein sage nichts über die Qualität der Ganztagsbetreuung aus. Außerdem sei in Bayern die Nachfrage nach Ganztagsbetreuung auch wesentlich geringer als in anderen Bundesländern, so der DL-Präsident und Direktor des Robert-Koch-Gymnasiums in Deggendorf weiter.

Meidinger: Bildungsmonitor weniger wert als Pisa

Deshalb gibt der Deutsche Lehrerverband auf das Ranking des Bildungsmonitors laut Meidinger noch weniger als auf das von Pisa. Bei letzterem seien wenigstens die Vergleichskriterien offen und klar.

Die Autoren des Bildungsmonitors der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hatten Bayern besonders für die berufliche Bildung gelobt – sehr zur Freude von Kultusminister Michael Piazolo von den Freien Wählern.

Aiwanger: Dialekt = Garant für gute Bildung

Deren Parteichef Aiwanger interpretierte das Bildungsranking auf seine eigene Art – nämlich als Beweis für die positive Wirkung von Dialekt.

SPD fordert IT-Spezialisten an jeder Schule

Die Landtags-SPD fordert derweil weitere Investitionen ins bayerische Bildungssystem – vor allem im Zuge der Digitalisierung. Nach Ansicht der Sozialdemokraten gehöre an jede Schule ein IT-Spezialist. Denn um technische Dinge könnten sich die Lehrer angesichts des Lehrermangels nicht kümmern.