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Lehrerverband: Bayerns Schulen nach Osterferien weiter schließen | BR24

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    Lehrerverband: Bayerns Schulen nach Osterferien weiter schließen

    Bayerns Schulen sollen nach den Osterferien eine weitere Woche lang geschlossen bleiben - das fordert der Bayerische Realschullehrerverband. Diese Zeit müsse genutzt werden, um die Schulen auf die kommenden Monate vorzubereiten.

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    • BR24 Redaktion

    Der Realschullehrerverband fordert, den Unterricht erst am 19. April wieder aufzunehmen. Wichtig sei es vor allem, bis dahin eine Teststrategie zu entwickeln, sagte der Landesvorsitzende Jürgen Böhm laut einer Presseerklärung.

    Tests sollen außerhalb der Schulen erfolgen

    Es sei unsinnig, Schüler zunächst mit überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln in die Schule zu bringen, dort freiwillige Tests abzunehmen, um dann die positiv Getesteten zu isolieren und von ihren Eltern abholen zu lassen, so Böhm: "Die Tests müssen entweder verbindlich zu Hause oder aber von Experten außerhalb von Schulen durchgeführt werden." Außerdem fordere der Realschullehrerverband schon seit Monaten, allen Lehrkräften ein Impfangebot zu machen.

    Unterstützung für Stufenplan

    Wie Böhm betonte, unterstützt der Realschullehrerverband angesichts der besonders ansteckenden Virusmutationen den Stufenplan, der für Bayerns Schulen nach den Osterferien vorgesehen ist: Bei einem lokalen Inzidenzwert unter 50 sollen sämtliche Schulklassen der Grundschulen Präsenzunterricht erhalten. Zwischen 50 und 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche erfolgt für alle Jahrgänge Wechselunterricht. Bei einem Wert von über 100 gilt grundsätzlich Distanzunterricht - allerdings mit Ausnahmen.

    In den Abschlussklassen sowie in der vierten Klasse der Grundschule und den Jahrgangsstufen 11 an Gymnasien, Fachoberschulen und Berufsoberschulen kann dann noch Wechselunterricht stattfinden. Stichtag für die Inzidenz-Einstufung ist der Freitag dieser Woche.

    Keine Unterstützung für Forderung nach Abi-Absage

    Zuletzt war die Forderung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), wegen der Corona-Pandemie die Abiturprüfungen in diesem Jahr notfalls ausfallen zu lassen, auf breite Ablehnung gestoßen. Lehrerverbände und Bildungspolitiker lehnen dies ab und warnten vor dem Makel eines "Notabiturs".

    Makel des "Notabiturs"

    GEW-Chefin Marlis Tepe hatte erklärt, als Grundlage der Notengebung könnten bei Streichung der Prüfungen die mündlichen Leistungen der Abiturienten dienen. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, wies demgegenüber darauf hin, dass in einem Bundesland die Abiturprüfungen schon komplett abgeschlossen seien und in anderen Ländern liefen. Die Vergleichbarkeit zwischen den Ländern würde durch einen Ausfall zudem massiv erschwert. Meidinger sprach von einem "dauerhaften Negativstempel als Corona-Jahrgang", der den betroffenen Abiturienten zudem anhaften könnte, auch Kultuspolitiker warnten vor dem Makel eines "Notabiturs".

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