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Lehrerverbände: Mehr Tests und bessere Hygienemaßnahmen | BR24

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Interview mit Lehrerverbandspräsident Meidinger

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Lehrerverbände: Mehr Tests und bessere Hygienemaßnahmen

Von den Lehrerverbänden kommt Kritik an den jüngsten Beschlüssen von Bund und Freistaat Bayern zum Unterricht an den Schulen. Sowohl der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband als auch der Deutsche Lehrerverband fordern mehr Corona-Tests.

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Die Schüler sollen zurück in die Schulen - der Präsenzunterricht soll schrittweise wieder zum Normalfall werden. Doch der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, zeigt sich unzufrieden mit den Beschlüssen zur Schulöffnung in Bayern. Im BR-Interview in der Sendung "radioWelt" beklagt er, dass es kein fertiges Schnelltestkonzept gibt. Es sei absolut sinnvoll und wichtig, auch Kinder unter 15 Jahren zu testen und auch in Landkreisen mit Inzidenzen über 100 zu testen, denn auch dort werden die Abschlussklassen unterrichtet.

Deutscher Lehrerverband: Auch Grundschüler testen

Meidinger befürwortet auch, dass Grundschüler getestet werden, weil infizierte jüngere Kinder zwar oft weniger oder gar keine Symptome zeigten, trotzdem aber ansteckend sein könnten. Grundsätzlich befürwortet der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes aber das Inzidenzprinzip: "Ich finde es schon richtig, dass man den Schulbetrieb an Inzidenzen koppelt, und die müssen auch regional verschieden sein."

Bayerischer Lehrerverband fordert Konzepte

Die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Simone Fleischmann, ist mit den Ergebnissen der Kabinettssitzung nicht zufrieden. Man könne die Schulen im Freistaat erst öffnen, wenn entsprechende Gesundheitskonzepte vorlägen, so Fleischmann im Gespräch mit dem BR.

"Wir wünschen uns auch, dass wir die Kinder möglichst oft und möglichst viel im Präsenzunterricht haben, aber das fußt auf einer Basis und die heißt Gesundheitsschutz: Impfen, Testen und Hygienemaßnahmen - wo sind die?" BLLV-Präsidentin Fleischmann

BLLV: Schulen können dann keine Notbetreuung mehr anbieten

Dass alle anderen Schularten bei einer Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen ab Mitte März in den Wechselunterricht starten sollen, findet Fleischmann in Ordnung. Diese Kinder müssten auch "endlich mal zum Zug kommen". Allerdings, so die BLLV-Präsidentin weiter, müsse klar sein, dass Schulen dann keine Notbetreuung mehr anbieten könnten: "Das schaffen wir nicht mehr."

Laut bayerischer Staatsregierung wird der Präsenzunterricht bei einer Inzidenz von unter 50 auf alle Grundschüler und Förderschüler ausgeweitet. Wechselunterricht ist in Regionen mit einer Inzidenz unter 100 an allen weiterführenden Schulen vorgesehen.

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Ministerpräsident Söder will noch vor Ostern rund 90 Prozent der bayerischen Schüler wieder in die Schulen bringen. Die Inzidenz-Zahl entscheidet weiter, ob Präsenz-, Wechsel- oder Distanzunterricht stattfindet.

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