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Leere Straßen, brave Bürger, zufriedene Polizei | BR24

© BR/Martin Binder

Autofreier Sonntag? Die Inntal-Autobahn A 93 in Richtung Kiefersfelden

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Leere Straßen, brave Bürger, zufriedene Polizei

Am Ende des ersten schönen Frühlingswochenendes in Bayern zieht die Polizei eine positive Bilanz. Die meisten Menschen hätten sich an die Corona-Regeln gehalten. Es gibt aber auch Ausnahmen.

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Trotz Sonne und frühlingshafter Temperaturen haben sich die Menschen in Bayern auch an diesem Wochenende weitgehend an die wegen der Corona-Pandemie geltende Vorgabe gehalten, entweder alleine oder nur mit dem Partner oder Familienangehörigen unterwegs zu sein.

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Ministerpräsident Markus Söder hatte die Bürger am Sonntag erneut gebeten, auf die Regeln zu achten: "Wenn man raus schaut: Das Wetter ist super. Und ich habe total Verständnis, dass es einen raus drängt", sagte er in einer Videobotschaft auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Aber: "Bitte auf die Regeln achten." Ansonsten würden bereits bestehende erste Erfolge im Kampf gegen das Virus gefährdet werden.

Verstärkte Kontrollen der Polizei

Die Polizei hat deshalb am Samstag und am Sonntag verstärkt die Einhaltung der Regeln der Ausgangsbeschränkung kontrolliert. Tausende Bürger wurden dabei überprüft - die Verstöße hielten sich laut Polizei aber in Grenzen. So wurden in München bei etwa 9.000 Kontrollen etwas mehr als 370 Verstöße registriert.

In Oberbayern hatte die Polizei beliebte Ausflugs- und Touristenziele besonders im Visier. So wurden auf den Straßen verschiedene Kontrollstellen eingerichtet, in den Bergen mit Hubschraubern geprüft, mit der Reiterstaffel und Hunden an den Seen und mit einer Kontrollgruppe an beliebten Motorradstrecken. Eine überwältige Mehrheit habe sich an die Regeln gehalten - bis auf einige Ausnahmen: So bekam in Bad Reichenhall ein Gleitschirmflieger eine Anzeige, weil er sich nicht an das bestehende Flugverbot gehalten hatte.

Autofreie Straßen

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte bereits am Samstagnachmittag eine positive Bilanz gezogen. "Die Polizei stellt fest, dass sich die allermeisten Bürger sehr gut an die Vorschriften halten", sagte er. Es habe keinen großen Ausflugsverkehr ins bayerische Oberland gegeben.

Auch aus anderen Teilen Bayerns berichten Reporter und BR24-Leser von weitgehend autofreien Straßen.

© Ludwig Simek

Straßenszene in Nürnberg

© Ludwig Simek

A73 zwischen Fürth und Nürnberg

© dpa-Bildfunk/Felix Hörhager

München: Kein Verkehr fährt auf der Autobahn A96 Richtung Lindau auf der Höhe der Ausfahrt "Planegg".

© News5

Leere Straßen an der Grenze zu Österreich im Allgäu

© Green City e. V. / Christian Grundmann

Autobahnring München bei Aschheim

© News5

Leere Straßen im Allgäu

© Natasa Bozunovic

A99 bei Neuherberg

© Christian Wandinger

A3 bei Straubing

Grillfeiern und Picknicks im Park

In Schwaben waren laut Polizei an diesem Wochenende zwar mehr Menschen auf öffentlichen Plätzen und in Grünanlagen unterwegs, die meisten hätten sich aber auch dort an die Regeln gehalten. Trotzdem gab es an beiden Tagen jeweils rund 170 Anzeigen. Oft hatten Leute in kleineren Gruppen unter freiem Himmel Alkohol getrunken. Am Samstagabend schnitt ein älterer Mann im Wittelsbacher Park in Augsburg Flatterbänder ab, mit denen die Stadtverwaltung Grünflächen abgesperrt hatte. Auch Grillfeiern hielten die Einsatzkräfte auf Trab - etwa im Allgäu rund um Immenstadt.

Verstöße in Unterfranken

In Unterfranken traf die Polizei bei ihren Kontrollen in den Aschaffauen bei Aschaffenburg auf zwei alte Bekannte: Die 35 und 34 Jahre alten Männer verstießen zum fünften bzw. dritten Mal gegen die Auflagen, indem sie sich ohne triftigen Grund dort aufhielten. Beide erwartet nun eine Anzeige.

In Bad Brückenau löste die Polizei eine "überlaute Feier" von neun jungen Leuten im Alter von 14 bis 25 Jahren auf. Eine 17-jährige gab dabei falsche Personalien an und musste nach Hause gefahren und den Eltern übergeben werden. Dort rief sie den Beamten sogar noch aus dem geöffneten Fenster wüste Beschimpfungen nach - nun erwartet sie auch noch eine Anzeige wegen Beleidigung.

© BR

Die Mehrheit verhält sich vernünftig, doch die Polizei erwischt auch Corona-Sünder

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