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Lechbrücken bei Meitingen bleiben länger gesperrt | BR24

© BR/Alexander Brutscher

Bauarbeiten an der Lechbrücke bei Meitingen

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    Lechbrücken bei Meitingen bleiben länger gesperrt

    Die Lechbrücken zwischen Meitingen und Thierhaupten bleiben zwei Wochen länger gesperrt als geplant. Pendler müssen deshalb weiter Umwege in Kauf nehmen – insgesamt sollen die Bauarbeiten aber sogar schneller beendet werden.

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    Die Straße über die Lech- und Lechkanalbrücke ist die einzige direkte Verbindung zwischen Meitingen und Thierhaupten im Landkreis Augsburg. Derzeit werden die Brücken umfassend saniert und sind deshalb komplett gesperrt. Ursprünglich sollte die Sperrung sechs Wochen dauern – jetzt werden es noch zwei Wochen mehr.

    Anlieger stinksauer

    Mit Unverständnis und Wut reagieren die Betroffenen auf die verlängerte Totalsperre. Die "Interessengemeinschaft Lechbrücken" beklagt: das Staatliche Bauamt verfahre "nach Gutsherrenart". Für die betroffenen Gewerbebetriebe, gerade in Thierhaupten, gehe es "an die Existenz". Die Unternehmen seien "praktisch von der Außenwelt abgeschnitten".

    Belasteter Bauschutt verzögert die Arbeiten

    Grund für die Verlängerung der Sperre ist nach Angaben des Staatlichen Bauamts in Augsburg, dass das Abbruch-Material stark mit Teer und womöglich auch Asbest belastet ist.

    300 Tonnen Beton-Schutt sind beim Abbruch der Gehwege angefallen. Der Schutt lagert derzeit auf der Fahrbahn und kann erst abtransportiert werden, wenn Gutachter im Labor das Material untersucht haben. Die Gutachter müssen entscheiden, ob eine Spezialfirma mit dem Abtransport beauftragt werden muss. Außerdem ist laut Staatlichem Bauamt noch offen, auf welche Deponie der belastete Schutt gefahren werden kann.

    Bauarbeiten können einen Monat früher beendet werden

    Ein Gutes hat die Verlängerung laut Staatlichem Bauamt aber: Wahrscheinlich können die Bauarbeiten dadurch insgesamt schneller beendet werden. Durch die Totalsperre hätten die Bauarbeiter mehr Freiraum. Die Arbeiten könnten deshalb einen Monat früher beendet werden als ursprünglich geplant.

    Die eigentlich im Anschluss an die Bauphase geplante einseitige Sperrung der Brücken könne nämlich deutlich kürzer ausfallen. Voraussichtlich Anfang Juli könnte die Straße laut Staatlichem Bauamt wieder ganz für den Verkehr freigegeben werden.

    Brücken hätten bereits 2018 saniert werden sollen

    Ursprünglich hätte die Sanierung bereits im letzten Jahr stattfinden sollen. Nach den damaligen Plänen hätte die Sperrung dann aber fast ein Jahr gedauert. Nach umfangreichen Protesten der Anwohner wurden die Pläne dann geändert und die Bauarbeiten auf das Jahr 2019 verschoben.