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Lebenslange Haft wegen Mordes an Tramperin Sophia L. | BR24

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Im Mordprozess um die erschlagene Tramperin Sophia L. ist am Landgericht Bayreuth das Urteil gefallen: Das Gericht sprach den Angeklagten Boujemaa L. wegen Mordes schuldig.

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Lebenslange Haft wegen Mordes an Tramperin Sophia L.

Im Fall der getöteten Tramperin Sophia L. hat das Landgericht Bayreuth den Angeklagten Boujemaa L. wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Damit folgte das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft.

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Sophia L. hatte vor gut einem Jahr von Leipzig in Richtung Nürnberg trampen wollen. Von dort wollte sie nach Aussage ihres Bruders Andreas L. per S-Bahn zu ihrer Familie nach Amberg in der Oberpfalz fahren. Dort kam die 28-Jährige aber nie an. Die eigentliche Tat soll sich in Oberfranken ereignet haben.

Keine Hinweise auf sexuelle Straftat an Sophia L.

Sophias Leiche wurde später in einem Straßengraben in Spanien entdeckt. Der Anklage zufolge hat der marokkanische Fernfahrer die Tramperin ermordet, um eine sexuelle Straftat zu verdecken. Hinweise auf ein solches Delikt hatten Rechtsmediziner aber nicht gefunden, so dass selbst die Oberstaatsanwältin in ihrem Plädoyer davon abrückte.

Staatsanwältin fordert lebenslange Haft

Sie forderte daher eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes und gefährlicher Körperverletzung. Der Angeklagte habe Sophia noch am Abend der Abfahrt mit einem Radmutterschlüssel schwer verletzt. Um die Verletzungen zu vertuschen, habe er sie nach einer zehnminütigen Pause erschlagen. Das «Sterben der Sophia auf Raten» spreche für eine besondere Schwere der Schuld, hatte der Anwalt der Eltern plädiert.

Die Studentin sei schon nach den ersten Schlägen tot gewesen, widersprach der Verteidiger des geständigen Fernfahrers. Er plädierte daher für eine mehrjährige Haftstrafe wegen Totschlags.

Kritik an der Arbeit der Ermittler

Die Familie hatte wiederholt die Arbeit der deutschen Ermittler kritisiert. Sie hätten Sophia lange als Vermisstenfall eingestuft, obwohl von Anfang an der Verdacht auf ein Gewaltverbrechen vorgelegen habe. Auch habe die Kommunikation zwischen den Bundesländern Bayern und Sachsen nicht funktioniert, hatte Andreas L. gesagt.

Gewalt gegen Frauen

Der Fall hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht, Rechtspopulisten versuchten, Sophias Tod zu instrumentalisieren. Unter anderem hatten Teilnehmer einer AfD-Demo in Chemnitz, einem "Schweigemarsch", im vergangenen Jahr das Foto der Studentin im Großformat durch die Innenstadt getragen. Die Familie L. betonte vor diesem Hintergrund immer wieder, dass es in dem Verfahren nicht um Gewalt von Flüchtlingen gehe, sondern um Gewalt gegen Frauen.

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Im Fall der getöteten Tramperin Sophia L. hat das Landgericht Bayreuth den Angeklagten Boujemaa L. wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Damit folgte das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft.