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Lebenslange Haft für Vierfachmord von Gunzenhausen gefordert | BR24

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Angeklagter und seine Verteidigerin

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Lebenslange Haft für Vierfachmord von Gunzenhausen gefordert

Im Prozess um den Vierfachmord von Gunzenhausen haben Staatsanwaltschaft und Nebenklage in ihren Plädoyers die Höchststrafe gefordert. Das Urteil soll gegen 18 Uhr 30 verkündet werden.

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Der Angeklagte habe heimtückisch und aus niederen Beweggründen gehandelt, als er die drei Kinder und seine von ihm getrenntlebende Ehefrau tötete. Das Urteil könne nur auf lebenslange Haft lauten, außerdem müsse angesichts der Tat die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden, so der Oberstaatsanwalt: "15 Jahre Haft sind nicht ausreichend".

Nebenklage fordert Sicherheitsverwahrung

Der Nebenklageanwalt sprach in seinem Schlusswort von einer verachtenswerten Tat und ging in seiner Forderung noch weiter: Er attestierte dem Angeklagten ein allgemeinschädliches Verhalten und sprach sich für anschließende Sicherungsverwahrung aus. Die Höchststrafe sei in diesem Fall das Mindestmaß, so der Nebenklageanwalt.

Eine Verurteilung wegen mehrfachen Mordes hält auch die Verteidigerin des jungen Mannes für gerechtfertigt – sie sieht aber keine Gründe für die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gegeben, so die Rechtsanwältin in ihrem Schlusswort.

Mann hatte Ehefrau und sein drei Kinder erstochen

Im Juni 2018 soll sich der Familienvater in den frühen Morgenstunden in die Wohnung seiner von ihm getrennt lebenden Frau geschlichen haben. Dort soll er seine drei schlafenden Kinder im Alter von drei, sieben und neun Jahren sowie seine 29-jährige Frau mit einem Messer erstochen haben.