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Angeklagter im Mordprozess Deggendorf

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Lebenslang für Mord an Ehefrau in Iggensbach

Weil er seine Ehefrau mit 26 Messerstichen getötet hat, wurde heute ein 50 Jahre alter Mann aus Iggensbach (Lkr. Deggendorf) wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Damit folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Niederbayern am .

Der Verteidiger des 50-Jährigen ging von Totschlag aus und forderte zehn Jahre. Der Richter entschied aber auf lebenslange Haft. Außerdem hat der Angeklagte die Kosten des Verfahrens zu tragen. Er nahm das Urteil äußerlich ohne jegliche Regung auf.

Mordmotiv: Eifersucht

26 Mal hatte der Ehemann mit einem Küchenmesser auf seine Frau im gemeinsamen Haus in Iggensbach - aus Eifersucht. Er hatte die Tat bei seiner Festnahme vor den ermittelnden Polizeibeamten gestanden.

Im Gerichtsverfahren gab er an, sich nur noch daran erinnern zu können, wie er plötzlich vor seiner erstochenen 47 Jahre alten Ehefrau stand.

Tochter tritt als Nebenklägerin auf

Zeugen, darunter enge Familienangehörige, beschrieben die Ehe als zerrüttet. Die 16-jährige Tochter des Opfers hatte sich dem Verfahren gegen ihren angeklagten Vater als Nebenklägerin angeschlossen.