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Lebenslänglich für Straubinger Schubladenmörder | BR24

© BR/Kathrin Unverdorben

Das Landgericht Regensburg hat einen 39-jährigen Straubinger heute wegen Mordes an seinem Schwiegervater zu lebenslanger Haft verurteilt. Verdeckungsabsicht war das Motiv, so das Gericht.

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Lebenslänglich für Straubinger Schubladenmörder

Der 39-jährige Straubinger, der angeklagt war, seinen Schwiegervater mit einer Schublade erschlagen zu haben, ist vom Landgericht Regensburg zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt worden. Verdeckungsabsicht war das Motiv, so das Gericht.

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Am Donnerstag ist ein 39-jährige Straubinger vor dem Landgericht Regensburg zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt worden. Er hat im Streit seinen Schwiegervater mit einer Schublade erschlagen und einem spitzen Teilstück der gebrochenen Schublade erstochen. Wie das Gericht urteilte, handelte der Mann in Verdeckungsabsicht.

Todesursache: Schläge und Stiche

Habgier, wie es ihm zunächst vorgeworfen worden war, konnte nicht als leitendes Motiv festgestellt werden, so ein Gerichtssprecher auf BR-Nachfrage. Das Gericht ist davon überzeugt, dass der heute 39-Jährige seinen 62-jährigen Schwiegervater aus Verdeckungsabsicht umgebracht hat. Die festgestellte Todesursache waren ein schweres Schädelhirntrauma durch die Schläge auf den Kopf und die Venenverletzung am Hals durch die Stiche. Beides für sich wäre todesursächlich gewesen, stellte ein Gutachter während des Prozesses fest.

Motiv: Verdeckungsabsicht

Der Mord war Ende letzten Jahres im Streit um Geld passiert. Es ging um etwa 10.000 Euro, die der Verurteilte seinem Schwiegervater nicht zurückzahlen wollte. Der 62-Jährige drohte ihm bei einem Gespräch in seiner Wohnung in der Straubinger Innenstadt an, seiner Tochter "reinen Wein einzuschenken". Der hatte der Montagearbeiter vorgelogen, das Geld bereits an ihren Vater zurückgezahlt zu haben. Aus Angst seine Ehe zu gefährden, sei der Streit handgreiflich geworden und habe schließlich mit Mord geendet.

Geständnis zu Prozessbeginn

Zu Prozessbeginn hatte der Montagearbeiter die Tat gestanden. Er und sein Anwalt plädierten auf eine Affekthandlung im Streit, also Totschlag. Vier Jahre hatte der Anwalt dafür gefordert. Die Anklage ging von Anfang an von Mord aus und forderte lebenslänglich.