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Lebensgefahr: Achtung beim Baden in oberbayerischen Flüssen | BR24

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Viele zieht es gerade zum Baden an die Flüsse: Die Wasserwacht rät dringend davon ab.

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    Lebensgefahr: Achtung beim Baden in oberbayerischen Flüssen

    In Oberbayern brennt die Sonne vom Himmel, viele Badeseen sind überfüllt. Also zieht es viele an die Flüsse. Nach dem Starkregen der vergangenen Woche ist das aber keine gute Idee. Die Wasserwacht warnt vor Treibgut und gefährlichen Strömungen.

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    In München ist das Baden in der Isar nach wie vor im ganzen Stadtgebiet verboten. Nach den starken Regenfällen schwimmt noch immer viel Treibholz, auch Strömungen sind ein Problem.

    Momentan beseitigt das Baureferat Totholz an der Thalkirchner Brücke. Das Umweltreferat warnt davor, dass Badegäste davon getroffen werden. Auch das Bootsfahrverbot gilt nach wie vor.

    Viele halten sich nicht an die Verbote

    Das Wochenende zeigte, dass sich nicht alle an die Regeln halten. Drei Personen etwa hatten am Großhesseloher Wehr am Wochenende einen Großeinsatz ausgelöst, weil sie mit ihrem Schlauchboot trotzdem auf der Isar unterwegs waren.

    Auch Badegäste ließen sich vom Verbot nicht aufhalten und erfrischten sich im Wasser. Zum jetzigen Zeitpunkt konnte die Polizei keine genaue Auskunft darüber geben, wie viele Verstöße es gab. Laut einem Pressesprecher wurden nur mündliche Verwarnungen ausgesprochen.

    Im Gegensatz zu München darf im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen die Isar mit dem Boot befahren werden. Es gibt allerdings eine Warnung des Wasserwirtschaftsamts Weilheim, da weiterhin Wasser aus dem nahegelegenen Sylvensteinspeicher in die Isar abgelassen wird und der Pegel im Fluss somit steigt.

    Unfälle auf der Amper und der Alz

    Auf der Amper ist Bootfahren und Baden noch erlaubt. Das Landratsamt Fürstenfeldbruck prüft aber im Moment, ob ein Verbot begründet ist. Vor zwei Tagen geriet eine Stand-Up Paddlerin in einer Stromschnelle bei Grafrath in Lebensgefahr.

    Die örtliche Wasserwacht in Fürstenfeldbruck warnt: Der Wasserstand sei momentan hoch und die Amper habe eine hohe Fließgeschwindikeit. Auch das Abfrischen im Ufer sei keine gute Idee, weil die Uferränder teilweise steil abfallen. "Da rutscht man aus und schon ist man weg", sagt der Geschäftsführer Rainer Bertram.

    Auch in der Alz ist der Wasserstand nach wie vor hoch, deshalb dürfen einige Abschnitte des Flusses noch bis zum 14. August nicht mit dem Boot befahren werden. Vergangenen Samstag war eine fünfköpfige Familie mit ihrem Schlauchboot an einem Baum hängengeblieben.

    Wasserwacht Oberbayern spricht Warnung aus

    Die meisten Unfälle ereigneten sich laut der Wasserwacht Oberbayern in den vergangenen Tagen und Wochen auf der Isar, der Amper, der Loisach und der Salzach. Die Wasserwacht-Vorsitzende Birgit Moosbauer rät vom Baden und Bootfahren in den oberbayerischen Flüssen zum jetzigen Zeitpunkt ab. Nach der Hochwasserlage sei viel Treibgut unterwegs. Da gebe es viele Hindernisse, die vorher nicht da waren.

    Auch die momentane Wetterlage sei schwierig. Die nächsten Tage sind schwere Gewitter angesagt, die oft lokal nicht vorhersehbar sind. “Da kann man bei Sonnenschein losfahren und mitten im Unwetter landen”, so die Vorsitzende der Wasserwacht in Oberbayern. Wenn der Pegel dann innerhalb kürzester Zeit steige, wird es gefährlich.

    Alpine Flüsse nicht unterschätzen

    Birgit Moosbauer kann verstehen, dass es viele gerade von vollen Seen und Freibädern an die Flüsse zieht - besonders bei der Hitze. Sie betont aber, beim Bootfahren auf alpinen Flüssen sei eine Schutzausrüstung sei das A und O. “Auf die Berge geht man auch nicht in Flip Flops”.

    Auch eine kurze Abfrischung am Ufer empfiehlt sie nur für Ortskundige. Generell gilt laut Birgit Mooseder: “Wenn viel Treibgut im Fluss ist und das Wasser trüb ist, dann sollte man es lieber bleiben lassen."

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