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Ein männlicher Haussperling

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    LBV: Vögelzählung – Umdenken der Gartenbesitzer gefordert

    Jedes Jahr führt der Landesbund für Vogelschutz eine Gartenvögel-Zählung durch. Rund 22.500 Menschen haben teilgenommen. Die Auswertung zeigt: Der Bestand liegt unter dem Durchschnitt. Vor allem Gartenbesitzer können etwas dagegen tun.

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    • BR24 Redaktion

    Auch in diesem Jahr hat der Landesbund für Vogelschutz (LBV) wieder eine Zählung der Gartenvögel durchgeführt. In über 16.000 Gärten wurden dabei eine halbe Million Vögel gezählt, was im Durchschnitt 30 Vögel pro Garten ergab. Dies liegt unter dem Mittelwert der letzten Jahre, der bei 32 Vögeln pro Garten liegt.

    Haussperling auf Platz 1

    Wie im Vorjahr ist auch diesmal der Haussperling der in der Gesamtanzahl von über 75.000 am häufigsten beobachtete Gartenvogel in Bayern. Zum ersten Mal seit Jahren wurde der Spatz wieder in fast 70 Prozent der Gärten beobachtet.

    Amsel auf Platz 2, Star verdrängt Feldsperling von Platz 3

    Die Amsel auf Platz 2 ist mit knapp 50.000 Zählungen der am weitesten verbreitete Gartenvogel, weil sie in erfreulichen 93 Prozent der Gärten gesehen wurde. Dahinter rangiert dieses Jahr knapp der Star mit 49.000 Zählungen, der den Feldsperling zum ersten Mal seit vier Jahren aus den Top-Drei verdrängt hat – der wurde gut 45.000 Mal gezählt. Die Kohlmeise hält beständig ihren Platz fünf.

    Blaumeise hat sich erholt

    Die Blaumeise, mit 30.000 Zählungen auf Platz 6, hat sich vom Bestandseinbruch aufgrund des bakteriellen Erregers Suttonella ornithocola im vergangen Frühjahr 2020 erholt. Sie konnte wieder mit knapp zwei Individuen pro Garten beobachtet werden, sprich: Jeder bayerische Garten beherbergt im Schnitt ein Blaumeisen-Paar.

    Gartenbesitzer können einiges tun

    Nicht nur in der Landwirtschaft sei ein Umdenken zu naturverträglichen Bewirtschaftung nötig, sondern auch in den Gärten vor der Haustür, fordert der Landesbund für Vogelschutz. Das würde die Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen fördern. Der Rückgang der Vielfalt und der Anzahl der Vögel auch auf den Feldern sei auf den Verlust von Strukturen wie Hecken zurückzuführen, so der LBV.

    Wichtig sei es vor allem, auch in den Gärten ein vielfältiges Angebot für Insekten zu bieten. Dazu zählen heimische Laubbäume. Auf Gift sollte dabei verzichtet und auch das sogenannte Unkraut wie Brennnesseln sollte nicht vernichtet werden.

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