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Lawinenunglück im Ostallgäu: Suche wird fortgesetzt | BR24

© BR/Martin Breitkopf

Lawinenabgang nahe Reutte

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Lawinenunglück im Ostallgäu: Suche wird fortgesetzt

Nach dem Lawinenunglück bei Schwangau war die Suche nach dem vermissten Skitourengeher gestern unterbrochen worden. Laut Polizei wurde aber der Bereich, in dem der Mann aus der Oberpfalz sein könnte, eingegrenzt. Heute geht die Suche weiter.

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Um die Retter nicht zu gefährden, wird im Absturzbereich der Lawine selbst nicht mehr gesucht. Nun konzentrieren sich die Helfer auf einen letzten relevanten Bereich, eine Aufschüttung am Hangfuß.

Dieser Bereich sei engmaschig sondiert worden und werde nun Stück für Stück abgetragen. Dabei seien aber nur noch sechs Beamte im Einsatz, so ein Polizeisprecher. Mittlerweile sei die Suche bis morgen unterbrochen worden, so die Polizei. Es gebe nahezu keine Chance mehr, den 43-Jährigen lebend zu finden.

300 Meter breite Lawine

Die Lawine war am Samstagnachmittag im Ammerwald an der Grenze zu Österreich auf einer Breite von 300 Metern zu Tal gestürzt. Bei der Lawine, die den Mann verschüttete, handelte es sich wohl um eine Gleitschneelawine.

Auf die bestehende Gefahr sei im Lawinenlagebericht hingewiesen worden: "An dem Samstag haben wir Gefahrenstufe 1 und 2 im bayerischen Alpenraum gehabt. Wer den Lawinenlagebericht genau liest, da ist auf die Problematik der Gleitschneelawinen deutlich eingegangen worden", so Walter Schmid, Bergführer der bayerischen Polizei.

Bislang ein Todesopfer

Diese Art von Lawinen sind kaum vorhersehbar und werden nicht durch Personen ausgelöst. Sie gehen spontan ab, da die Grenzschicht zwischen Boden und Schneedecke feucht ist und damit die Reibung abnimmt. Die mächtige Schneedecke bewegt sich dann mit der Schwerkraft abwärts.

Bei dem Lawinenabgang am Samstag ist nach bisherigen Erkenntnissen ein 42-jähriger Mann aus Cham gestorben. Ein 37-jähriger Garmisch-Partenkirchener wurde schwer verletzt geborgen. Drei weitere Personen haben die Lawine unverletzt überlebt.

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Weitere Information zur Verweildauer

© BR

Die Gefahr von Grund- und Nassschneelawinen bleibt trotz niedriger Lawinenwarnstufe hoch. Das sagte der Leiter des Lawinenwarndienstes Bayern, Hans Konetschny, dem BR.