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Ein Krankenwagen und zwei Rettungshubschrauber blockieren die Straße.
© dpa/Zeitungsartikel.At
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Ein Krankenwagen und zwei Rettungshubschrauber blockieren die Straße.

Bei einem Lawinenabgang im deutsch-österreichischen Grenzgebiet in den Ammergauer Alpen wurden gestern Nachmittag mehrere Skitourengeher verschüttet. Ein 42-Jähriger aus Cham wurde dabei getötet, eine weiterer 43-jähriger Chamer wird noch vermisst - nach ihm soll heute weiter gesucht werden, wenn das Risiko für die Retter nicht zu groß ist.

Jederzeit könnten weitere Lawinen abgehen

Jederzeit könnten in dem Bereich nahe des Alpenhotels Ammerwald weiter Gleitlawinen abgehen. Durch Regen sei der Schnee feucht geworden und durch die warmen Temperaturen und Sonneneinstrahlung könnten weitere Schneemassen ins Rutschen geraten, so die Befürchtung des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West.

Daher werde es heute erst eine Gefahrenbewertungen geben und erst wenn das Risiko für die Retter kalkulierbar sei, soll die Suche weiter gehen.

Lawinenabgang unterhalb der Schäferblasse

Die Lawine, die sich gestern Nachmittag unterhalb des Gipfels der Schäferblasse löste, spaltete sich in drei Arme auf und kam auf rund 1.300 Meter zum Liegen - der Lawinenkegel erstreckt sich weit über 300 Meter. Dementsprechend langwierig war die Suche nach Vermissten.

Mit Suchhundestaffeln am Boden und mit Hubschraubern aus der Luft wurde stundenlang bis zum Einbruch der Dunkelheit gesucht.

Sechs Skitourengeher von der Lawine mitgerissen

Zwei Skitourengruppen waren von der Lawinen mitgerissen worden, laut Polizei wurden sechs Personen verschüttet. Ein 42-jähriger Mann aus Cham konnte nur noch tot geborgen werden, ein 37-jähriger Garmisch-Partenkirchner wurde mit schweren Verletzungen gerettet.

Weitere Personen, die direkt und indirekt von der Lawine überrascht wurden, konnten die Retter in Sicherheit fliegen - sie kamen mit einem Schock davon.

Nach wie vor wird ein 43-jähriger Skitourengeher aus Cham vermisst - ob die Suche nach ihm weiter geht, wird heute Vormittag entschieden.