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Nach einer Lawine in Balderschwang bereiten Experten die Sprengung von Schneemassen oberhalb des Ortes vor.
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Autoren

Kilian Geiser
Christian Wagner
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Nach einer Lawine in Balderschwang bereiten Experten die Sprengung von Schneemassen oberhalb des Ortes vor.

Nach dem Lawinenabgang heute früh bereiten die Experten die Sprengung von Schneemassen an den Hängen oberhalb von Balderschwang vor. Wie Andreas Kaenders, Sprecher des Landratsamts Oberallgäu, einem BR-Reporter am Riedbergpass berichtete, wurden am Morgen Hubschrauber und Sprengladungen vorbereitet. "Wenn sich eine Lücke mit flugtauglichem Wetter auftut, könnten wir sprengen." Die Lawinenkommission müsse bis dahin festlegen, welche Areale am Hang abgehen könnten und damit eine Gefahr darstellen.

Schneeketten-Konvoi konnte Balderschwang nach Lawine verlassen

Ein Konvoi aus Einsatzfahrzeugen und privaten PKW konnte Balderschwang über den für den regulären Verkehr gesperrten Riedbergpass verlassen. Dem Konvoi anschließen durften sich allerdings nur Urlauber und Bewohner, die über Schneeketten für ihr Fahrzeug verfügen. Der Pass ist Kaenders' Angaben zufolge nur einspurig befahrbar. "Bisher haben wir's geschafft, zumindest diese eine Spur aufzuhalten." Die steile und kurvenreiche Passage sei derzeit eigentlich nur mit Allradfahrzeugen sicher befahrbar, so der Sprecher am Morgen. Nach Durchfahrt des Konvois bleibe der Pass für den allgemeinen Verkehr gesperrt, auch wegen der anhaltend hohen Schneebruchgefahr.

Landrat will sich Bild von der Lage in Balderschwang machen

In umgekehrter Richtung ist Landrat Anton Klotz unterwegs nach Balderschwang. Er will sich ein Bild von der Lage machen. Eine Lawine hatte heute früh nach 5 Uhr ein größeres Hotel in der Ortsmitte getroffen. Fenster wurden von den Schneemassen eingedrückt, verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand.