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Lauge im Bier bei Franken Bräu: Gutachten liegt vor | BR24

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Bereits zum zweiten Mal wurde eine Flasche Bier der Brauerei Franken Bräu mit der Vermutung abgegeben, dass etwas damit nicht stimme. Nun liegt das offizielle Gutachten vor.

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Lauge im Bier bei Franken Bräu: Gutachten liegt vor

Lauge in Bierflaschen der Franken Bräu, und das schon zwei Mal: ein Sabotageakt? Das offizielle Gutachten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit liefert Ergebnisse, aber keine Erklärung.

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Im Fall eines beanstandeten Bieres aus der Franken Bräu Brauerei in Mitwitz liegt jetzt das Endgutachten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vor. In einer aktuellen Mitteilung des Landratsamtes Kronach heißt es: Die Flüssigkeit in der bei der Stadt Hof abgegebenen Flasche bestand zu etwa 86 Prozent aus Waschmaschinenlauge und zu etwa 14 Prozent aus Bier.

Eine Identitätsprüfung der in der Beschwerdeprobe enthaltenen Waschlauge lässt laut LGL "keine sichere Aussage" zu, dass es sich bei dieser Lauge "um die Waschlauge aus der Brauerei" handelt. Analytisch seien die beiden Laugen zwar ähnlich, Abweichungen bei einzelnen Elementkonzentrationen sprechen jedoch gegen eine eindeutige Identität, so das LGL.

Mehrfache Rückrufaktionen bei Franken Bräu

Vor zwei Wochen war eine Flasche Pilsener der Franken Bräu mit dem Ablaufdatum 06.05.2020 bei der Stadt Hof abgegeben worden, weil der Inhalt nach Lauge roch. Daraufhin hatte die Brauerei in der letzten Woche 30.000 Flaschen Pils mit diesem Ablaufdatum zurückgerufen. Bereits Ende August hatte die Brauerei ebenfalls 30.000 Flaschen Pils zurückgerufen, weil sich in einer im Landkreis Forchheim abgegebenen Flasche Natronlauge befand. Damalige Untersuchungen kamen zu dem Schluss, dass die Lauge nicht mit der verwendeten Lauge der Brauerei übereinstimmte.

Geschäftsführer vermutet Sabotage

Der Geschäftsführer, Rainer Mohr, erstattete daraufhin Anzeige. Er sagte dem BR, er vermute eine Manipulation oder Sabotage. Auf Nachfrage zum zweiten Fall sagte Mohr, er habe wieder Anzeige erstattet. Ob es einen Zusammenhang mit dem ersten Fall gebe, könne er nicht sagen.

Fassbier angeblich unbedenklich

Wichtig sei ihm, dass die Lauge in den Flaschen festgestellt wurde und nicht im Bier. Dem BR sagte er, Fassbier aus der Brauerei sei sowieso unbedenklich, da die Fässer ganz anders gereinigt würden.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Akten zum ersten Fall liegen inzwischen bei der Staatsanwaltschaft in Coburg. Ein Sprecher sagte dem BR, dass wohl auch der zweite Fall jetzt mit in die Ermittlungen einfließen werden.