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Laternen zu hell: Feldkirchen-Westerham muss abdunkeln | BR24

© BR/Brigit Grundner

Hell wie ein Scheinwerfer: die beanstandeten Straßenlaternen

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    Laternen zu hell: Feldkirchen-Westerham muss abdunkeln

    Im fünfjährigen Streit um zwei Straßenlaternen hat sich ein Ehepaar aus Feldkirchen-Westerham im Landkreis Rosenheim gegen die Gemeinde durchgesetzt: Diese muss laut Verwaltungsgericht dafür sorgen, dass es nicht mehr so hell ins Haus leuchtet.

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    Robert Rypacek war sichtlich erleichtert. Ihm falle ein Stein vom Herzen, sagte er dem BR nach dem Urteil des Münchner Verwaltungsgerichts. Gerade hatte die Richterin erklärt, dass auch sie die Lichtemissionen durch die beiden Straßenlaternen gegenüber dem Wohnhaus der Rypaceks für unzumutbar hält. Die Gemeinde müsse die Leuchtkörper austauschen oder die jetzigen mit einer "Abschattung" versehen.

    Angebot, neue Laternen selbst zu bezahlen, abgelehnt

    Derzeit scheine das Licht fast waagrecht in beinahe alle Räume, auch ins Schlafzimmer, erzählen die Eheleute. Auf dem Balkon wollten sie schon gar nicht mehr sitzen. Fünf Jahre hatten sie um eine Verbesserung gekämpft, unter anderem mit einem Gutachten zur "psychologischen Blendung". Wie Wolf Herkner, der Anwalt des Paares, dem BR sagte, hatten seine Mandanten sogar angeboten, die Kosten von gut 1.600 Euro für andere Leuchten selbst zu übernehmen,

    Gemeinde Feldkirchen-Westerham geht womöglich in Berufung

    Die Gemeinde Feldkirchen-Westerham blieb unnachgiebig, fürchtete einen Präzedenzfall, wir ihre Anwältin sagte: "Morgen kommt der Nächste." Nach der gerichtlichen Niederlage kündigte sie an, dass man sich "mit hoher Wahrscheinlichkeit" um ein Berufungsverfahren bemühen werde.