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Schluss, aus, vorbei: In Dettelbach im Landkreis Kitzingen ist eine jahrzehntelange Tradition zu Ende gegangen. In der Frankenhalle fand der 1000. und letzte Zuchtviehmarkt des Rinderzuchtverbands Franken statt.

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Lange Tradition der Zuchtviehmärkte in Unterfranken endet

Schluss, aus, vorbei: In Dettelbach im Landkreis Kitzingen ist eine jahrzehntelange Tradition zu Ende gegangen. In der Frankenhalle fand der 1000. und letzte Zuchtviehmarkt des Rinderzuchtverbands Franken statt.

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Von
  • Wolfram Hanke

In der Frankenhalle in Dettelbach im Landkreis Kitzingen fand am Dienstag der 1000. und letzte Zuchtviehmarkt statt. Damit endete eine jahrzehntelange Tradition. "Der Strukturwandel schlägt zu, die Landwirte sterben leise", begründet Lothar Ehehalt aus Roden im Landkreis Main-Spessart den Schritt. Er ist der Vorsitzende vom Rinderzuchtverband und bedauert das Aus der Veranstaltung sehr. "Das Angebot ist sukzessive zurückgegangen und viele Verkäufer sind unzufrieden", sagt er.

Nur noch 40 Tiere in der Versteigerung

Beim letzten Zuchtviehmarkt in Dettelbach wurden gerade noch 40 Tiere angeboten. Jungbullen, Kühe, Kalbinnen und Jungrinder. Beim 750. Markt im Jahr 1995 wären im Vergleich noch 178 Tiere versteigert worden, so Ehehalt. Viele Verkäufer würden inzwischen ihre Tiere selbst vermarkten oder zum Hauptstandort des Verbands ins mittelfränkische Ansbach fahren, wo alle sechs Wochen in der Rezathalle ein Zuchtviehmarkt stattfindet.

Die ersten Rinderzuchtmärkte des Verbands haben in den Fünfziger Jahren in der Frankenhalle in Würzburg stattgefunden. Im September 1999 ist der Rinderzuchtmarkt dann in die Frankenhalle nach Dettelbach umgezogen.

Corona-Regeln am letzten Markttag in Dettelbach

Am letzten Markttag in Dettelbach wurden zwischen 80 und 100 Interessenten erwartet, viel weniger als sonst. Wegen der Corona-Pandemie gab es strenge Hygieneregeln. Im Versteigerungsring durften sich maximal 40 Personen aufhalten. Die mussten Masken tragen und genügend Abstand halten. Außerdem durften nicht wie üblich die Besitzer ihre Tiere vorführen, das übernahmen Mitarbeiter vom Rinderzuchtverband.

Geregelter Ablauf beim Zuchtviehmarkt

Zwischen 8.00 und 10.00 Uhr hat der Markt mit dem Auftrieb der Tiere begonnen. Um 10.15 Uhr wurden dann die Bullen gekört, dabei wurden geeignete Tiere für die Zucht durch sachkundige Richter ausgewählt. Um 10.45 Uhr wurden dann die weiblichen Tiere bewertet. Ab 12.00 Uhr startete dann die letzte Versteigerung der Tiere – in einer festgelegten Reihenfolge: Bullen, Kühe, Kalbinnen, Jungrinder.

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