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Landwirte setzen Demonstrationen für höhere Preise fort | BR24

© BR/ Ralph Wege

Mehr Geld für Fleisch, Milch, Zucker oder Getreide: Bundesweit haben Landwirte erneut gegen zu niedrige Erlöse ihrer Erzeugnisse protestiert. Sie forderten klare Antworten, etwa vor dem unterfränkischen Danone-Werk oder bei Südzucker in Ochsenfurt.

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Landwirte setzen Demonstrationen für höhere Preise fort

Mehr Geld für Fleisch, Milch, Zucker oder Getreide: Bundesweit haben Landwirte erneut gegen zu niedrige Erlöse ihrer Erzeugnisse protestiert. Sie forderten klare Antworten, etwa vor dem unterfränkischen Danone-Werk oder bei Südzucker in Ochsenfurt.

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Bereits vor einer Woche sind Landwirte in ganz Bayern auf ihren Traktoren losgezogen, um von ihren Abnehmern höhere Preise zu fordern. Auch drei Betrieben im Landkreis Würzburg wurden dabei Forderungspapiere übergeben. Nun haben die Landwirte erneut vor verarbeitenden Betrieben demonstriert – und Stellungnahmen zu ihren Papieren abgeholt. Damit beteiligen sich die Landwirte aus Unterfranken an dem bundesweiten Aktionstag "Schluss mit lustig – uns geht die Luft aus" gegen zu niedrige Erlöse ihrer Erzeugnisse.

Landwirte unzufrieden mit Stellungnahme von Danone

Vor dem Danone-Werk in Goßmannsdorf bei Ochsenfurt etwa demonstrierten mehr als 20 Landwirte mit ihren Traktoren. Die Lösungsvorschläge der Molkerei seien unzureichend gewesen, sagte Armin Zehner, Landwirt und Mitorganisator der Proteste. Die Produktionskosten für ihre Erzeugnisse seien durch Vorgaben viel zu hoch. Der Erlös würde die Produktionskosten nicht decken.

Zehner betonte, dass die Landwirte somit unwirtschaftlich produzieren müssten. Dies bedrohe die Existenz vieler Betriebe. "Auf dem aktuellen Preisniveau geht es nicht weiter", sagt Zehner. Dabei gehe es um alle Arten landwirtschaftlicher Produkte: Von Fleisch über Milch hin zu Zucker und Getreide.

Proteste bei Südzucker und vor einem Schlachthof

Ihre Protestaktion setzten die Landwirte in Ochsenfurt bei Südzucker fort. Dort seien laut Zehner weitere Landwirte dazu gekommen. Insgesamt hätten sich vor der Fabrik rund 50 Personen mit knapp 40 Traktoren getroffen. Von dort aus ging es für die Demonstrierenden weiter zu einem Schlachthof in Aub. Auch von diesen beiden Betrieben hatten die Landwirte Lösungsvorschläge gefordert. Die Stellungnahmen seien unzureichend gewesen, sagt Zehner: "Vorschläge, wie wir die Wertschöpfungskette verändern können, hat keiner gemacht."

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Landwirte haben heute Vormittag mit ihren Traktoren vor dem Danone-Werk in Goßmannsdorf demonstriert. Sie forderten unter anderem, dass ihre Erzeugnisse nicht unter den Produktionskosten verkauft werden dürfen.