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Landwirte reagieren mit spontanen Demos auf "Bauernmilliarde" | BR24

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Mit Geld will die Bundesregierung die protestierenden Bauern beruhigen. Aber mit Geld seien die Probleme der Landwirtschaft nicht zu lösen, so eine häufige Reaktion heute. Die Traktordemos werden wohl weitergehen. Bereits heute rollten sie wieder.

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Landwirte reagieren mit spontanen Demos auf "Bauernmilliarde"

Ihrer Unzufriedenheit mit der vom Koalitionsausschuss in Berlin beschlossenen "Bauernmilliarde" haben Landwirte heute an mehreren Orten in Bayern vor den CSU-Zentralen Luft auf Demos gemacht, so in München, Würzburg und Schweinfurt.

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Ihrer Unzufriedenheit mit der vom Koalitionsausschuss in Berlin beschlossenen "Bauernmilliarde" haben Landwirte heute an mehreren Orten in Bayern Luft gemacht. Zu Spontandemonstrationen kam es vor der CSU-Zentrale in der Münchner Mies-van-der-Rohe-Straße und vor den Büros der CSU in Würzburg und Schweinfurt.

Land schafft Verbindung: "Grauenhafte Nachrichten"

Organisiert waren die Demonstrationen wieder von "Land schafft Verbindung", der Organisation, die den Unmut der Bauern seit Monaten auf der Straße sichtbar macht. Der Sprecher der Bewegung Sebastian Dickow kritisierte das zusätzliche Geld für die Bauern: "Für uns Landwirte sind das grauenhafte Nachrichten."

Vorwurf: "Der leichteste Weg"

Zuletzt, so Dickow, habe es gute Gespräche mit der Politik über die umstrittene Düngeverordnung gegeben. "Und jetzt, wo man auf der Zielgeraden war, zu dieser Überarbeitung, da fegt man alles vom Tisch und fängt wieder damit an, dass man alle Mängel totschweigt und den leichtesten Weg geht."

Bauernverband: Geld bringt bei Düngeverordnung nichts

Auch der Bayerische Bauernverband hatte sich beklagt, dass die Verschärfung der Düngeverordnung nicht geändert wurde. Gegenüber dem BR sagte der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, Walter Heidl, das Geld helfe zwar der Landwirtschaft insgesamt bei der Umstellung in Richtung Tierwohl und Biodiversität. "Nur, an der jetzigen, konkreten Baustelle, den Verschärfungsforderungen, bei der Düngeverordnung bringt uns Geld nichts." Ein Demonstrationsteilnehmer sprach gar von "Schweigegeld".

Landwirtschaftsministerin Kaniber fordert Nachbesserungen

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) versicherte, sie werde „gerade bei der Düngeverordnung auch Linie halten, wenn es darum geht, im Bundesrat die Beschlüsse zu begleiten. Unter anderem fordert sie Nachbesserungen beim bürokratischen Aufwand. Doch die Zeit drängt, denn ohne schärfere Regeln droht Deutschland bald eine EU-Strafe von bis zu 850.000 Euro pro Tag.

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