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Landwirte legen mit 1.000 Traktoren Würzburg lahm | BR24

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Unter dem Motto "Land schafft Verbindung" haben mehr als 1.000 Landwirte mit ihren Traktoren in der Würzburger Innenstadt demonstriert. Sie wollten damit ihren Unmut gegenüber den deutschen Umwelt- und Landwirtschaftsministerinnen ausdrücken.

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Landwirte legen mit 1.000 Traktoren Würzburg lahm

Unter dem Motto "Land schafft Verbindung" haben mehr als 1.000 Landwirte mit ihren Traktoren in der Würzburger Innenstadt demonstriert. Sie wollten damit ihren Unmut gegenüber den deutschen Umwelt- und Landwirtschaftsministerinnen ausdrücken.

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Die Landwirte strömten sternförmig aus ganz Unterfranken und aus Teilen Mittelfrankens in die Würzburger Innenstadt. Wie die Polizei am Vormittag mitteilte, entstanden dadurch erhebliche Verkehrsbehinderungen. Teilweise kam der Verkehr auf der B27, der Martin-Luther-Straße, dem Friedrich-Ebert-Ring und dem Rennweg sowie auf der B19 vollständig zum Erliegen. Wegen der Verkehrsprobleme wurde die Demo bereits um 10.35 Uhr beendet.

Erhebliche Verkehrsprobleme sorgen für vorzeitiges Demo-Ende

Über Twitter verbreitete die unterfränkische Polizei die Nachricht, dass für die Traktoren "keine Aufstellflächen mehr zur Verfügung stehen und es keine Möglichkeit mehr gibt, in die Innenstadt zu fahren". Die Polizei bat deswegen, "die noch anfahrenden Teilnehmer umzukehren".

"Permanent negative Stimmung" gegen Landwirte

Die Landwirte kritisieren, dass durch immer mehr Bürokratie, viele landwirtschaftliche Betriebe gefährdet seien. Außerdem wenden sie sich gegen eine Verschärfung der Düngeverordnung, die zu Unterdüngung führe. Darüber hinaus würde von der Politik und von vielen Organisationen eine permanent negative Stimmung gegen Landwirte verbreitet. Diskriminierung, Benachteiligung und Mobbing gehöre mittlerweile für viele landwirtschaftliche Betriebe zum Alltag. "Wir möchten einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander“, betonte Organisator Jens Wasmuth.

Ähnliche Demonstrationen finden heute auch in München, Bayreuth, Stuttgart, Freiburg, Magdeburg, Brandenburg und Hannover statt.

Rettungswege drohten, zu verstopfen

Die Polizei war vollauf damit beschäftigt, wenigstens die Rettungswege freizuhalten. Unter Führung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt befanden sich gut 70 Einsatzkräfte der regionalen Polizeiinspektionen und der Bereitschaftspolizei Würzburg im Einsatz. Aufgrund der erheblichen Verkehrsprobleme beendete der Versammlungsleiter nach Rücksprache mit der zuständigen Behörde laut Polizei um 10.35 Uhr die Versammlung. Über seinen Twitter-Kanal bat das Polizeipräsidium Unterfranken die Teilnehmer, die noch nicht in der Stadt sind, wieder umzukehren. Dem BRK-Kreisverband Würzburg zufolge waren Rettungsdienstmitarbeiter auf dem Weg zur Arbeit im Stau steckengeblieben, so dass sie nicht rechtzeitig zum Dienstantritt eintrafen. "Glücklicherweise gab es in dieser Zeit keine medizinischen Notfälle in den betroffenen Bereichen", so das BRK.

© BR / Eberhard Schellenberger

Landwirte-Demo in Würzburg