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Michael Wiedemann, Bio-Landwirt aus Krumbach.
© BR / Weidl
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Michael Wiedemann, Bio-Landwirt aus Krumbach.

Michael Wiedemann kritisiert, dass die Unterstützer des Volksbegehrens die praktischen Folgen für die Landwirtschaft nicht bedenken würden. Die Leute hätten die Hoffnung, mit einer Unterschrift die Bienen zu retten. Niemand sehe den "ganzen Rattenschwanz", der an der Landwirtschaft hängen bleibe.

Der Biolandwirt aus Krumbach wird zurzeit immer wieder auf das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ angesprochen. Die Initiative hat viele Unterstützer, aber aus seiner Sicht ist der Gesetzesentwurf der Initiatoren einseitig. Den Landwirten drohten Einschränkungen und zusätzliche gesetzliche Auflagen. Sie hätten dann nicht mehr die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis Umweltleistungen zu erbringen. Dazu zählen etwa die Vernetzung von Biotopen und blühende Zwischenfrüchte.

Freiwilliger Artenschutz statt Vorschriften

Sobald eine Umweltleistung gesetzlich festgeschrieben werde, könne sie von niemandem mehr honoriert werden. Landwirte, die solche freiwillige Leistungen erbringen, würden künftig dafür keine Zuschüsse mehr bekommen. Dabei klappe das in seiner Region gut mit der Freiwilligkeit, sagt Wiedemann.

Nach seinen Worten gibt es in Krumbach eine Leitgruppe Kultur und Umwelt: "Wir haben Blühflächen angelegt, wir pflanzen Obstbäume - und das ist alles auf freiwilliger Basis, ohne gesetzlichen Druck und ohne gesetzliche Regelung."

Genug Nachfrage für noch mehr Bio-Produkte?

Matthias Letzing, Vorsitzender des Bauerverbands für Günzburg und Neu-Ulm, sieht ein weiteres Problem. Mindestens 30 Prozent Biobetriebe soll es nach dem Willen des Volksbegehrens geben. Doch für so viele Bioprodukte gebe es gar keine Nachfrage auf dem Markt, sagt er.

„Rettet die Bienen“ - den Slogan alleine würden sowohl Michael Wiedemann als auch Matthias Letzing unterschreiben, doch dass dafür vor allem die Landwirtschaft in die Pflicht genommen werden soll, dagegen wehren sie sich.

Traktor auf Feld

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