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Landtagswahl: Was sich die Parteien in Schwaben erhoffen | BR24

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Landtagswahl in Schwaben

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    Landtagswahl: Was sich die Parteien in Schwaben erhoffen

    Die schwäbische CSU hofft, trotz des Umfragetiefs, auf die absolute Mehrheit. Grüne und Freie Wähler denken an eine Regierungsbeteiligung. Die SPD in Schwaben baut auf Unentschiedene, die AfD will nicht mitregieren und die FDP zurück in den Landtag.

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    Schwabens CSU-Chef Markus Ferber hat sich im Wahlkampf kämpferisch gegeben, obwohl die jüngeren Umfragen die Christsozialen deutlich unter 40 Prozent gesehen haben und damit weitab von der absoluten Mehrheit. Ferber hat bis zuletzt versucht, die unentschlossenen Wähler zu erreichen.

    Kreuzer, CSU, schließt Koalition mit den Grünen aus

    Der schwäbische Spitzenkandidat der CSU ist Landtagsfraktionschef Thomas Kreuzer aus Kempten. Er hat im Wahlkampf eine Koalition mit den Grünen ausgeschlossen.

    Grüne spüren Rückenwind

    Deutlicher Rückenwind und volle Wahlkampfzelte - so sah der Wahlkampf bei den Grünen aus: Geht es nach Stephanie Schuhknecht, eine der beiden schwäbischen Bezirksvorstände und schwäbische Spitzenkandidaten der Grünen aus Augsburg, dann wird die Partei nicht nur zweitstärkste Kraft im neuen Landtag, sondern wahrscheinlich auch in der Regierung landen. Allerdings kann sich die Politikerin noch nicht genau vorstellen, wie das inhaltlich aussehen soll. Bei zu vielen Themen lägen Grüne und CSU über Kreuz: Größere Schnittmengen gebe es mit den Freien Wählern und der FDP, so Schuhknecht.

    SPD kämpft gegen den Trend

    Die SPD-Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr aus Stadtbergen beklagt, für ihre Partei sei es in den vergangenen Monaten schwer gewesen, mit den eigenen Themen zum Wähler durchzudringen. Dabei hätten die Sozialdemokraten durchaus Erfolge aufzuweisen, unter anderem beim neuen Einwanderungsgesetz und bei der Kinderbetreuung. Bei der Landtagswahl gehe es nicht nur um die "Sozialdemokratie, sondern um die Demokratie insgesamt", so Strohmayr.

    Mit ihr hat auch der schwäbische SPD-Spitzenkandidat Harald Güller aus Neusäß um Stimme gekämpft. Er ist nicht glücklich über die Umfragen, die die SPD nur noch bei elf Prozent sehen, wollte aber im Endspurt mit persönlicher Überzeugungsarbeit und mit Hilfe der Basis noch möglichst viele unentschlossene Wähler überzeugen.

    Freie Wähler sehen sich als möglicher Koalitionspartner der CSU

    Mehr Bodenhaftung und mehr Augenmaß als bisher bei der CSU - das verspricht der schwäbische Spitzenkandidat der Freien Wähler, Fernsehrichter Alexander Hold aus Kempten. Er hält eine Regierungskoalition mit der CSU für möglich. Inhaltlich ist neben dem Pflegenotstand und der Wohnungsnot der öffentliche Nahverkehr in Schwaben für ihn eines der großen Themen.

    "Da müssten wir viel besser werden, von der Elektrifizierung über bessere Taktung bis hin zu einem gemeinsamen Tarif." Alexander Hold, Freie Wähler

    AfD will nicht in Regierung

    Gute Chancen, erstmals in den bayerischen Landtag einzuziehen, hat die AfD. Zwar schließt die CSU eine Koalition mit der AfD aus. Der schwäbische AfD-Spitzenkandidat, der Augsburger Markus Bayerbach, hat trotzdem betont, dass seine Partei dafür gar nicht zur Verfügung stünde: "Ganz klar nein, einfach deswegen, weil wir derart große Kritik an dieser Bundesregierung haben."

    Mit Blick auf das Auftreten von AfD-Politikern mit Pegida-Anhängern und Rechten in Chemnitz, sagte Bayerbach dem BR: "Es gibt bei uns in der Partei auch verschiedene Strömungen, wie in jeder anderen größeren Partei auch. Aber wir distanzieren uns ganz klar von solchen Sachen wie Pegida, NPD und wie die Organisationen alle heißen."

    FDP hofft auf Rückkehr in den Landtag

    Das wichtigste Ziel der FDP lautet ihrem schwäbischen Bezirksvorsitzenden Stephan Thomae zufolge: "Wir wollen in den Landtag zurück!" Umfragen machen den Liberalen durchaus Hoffnung, dass sie nach fünf Jahren wieder ins Maximilianeum einziehen können. Laut Thomae hat die Partei in den vergangenen Monaten einen ordentlichen Zulauf zu verzeichnen.

    "Wir sind bereit, zu regieren, wenn es darauf ankommen sollte." Stephan Thomae, schwäbischer FDP-Bezirksvorsitzender

    Auf Listenplatz eins der schwäbischen FDP kandidiert Karl-Heinz Faller aus Dasing.

    Weitere Parteien im Kampf um Wählerstimmen

    Hoffnungen, den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde zu schaffen, kann sich auch noch die Linke machen. Zudem treten mehrere kleinere Parteien an - wie die ÖDP, die Bayernpartei, die Piratenpartei, die Partei MUT, die V-Partei³ oder "Die Partei".