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Briefwahl

Heute in einem Monat wählt Bayern einen neuen Landtag. Im Vorfeld der Landtags- und Bezirkswahlen am 14. Oktober verschicken die Kommunen in diesen Tagen Wahlbenachrichtigungen. Ersten Einschätzungen zufolge zeichnet sich ab, dass noch mehr Menschen als bisher per Briefwahl abstimmen werden. Das hat eine nicht-repräsentative Umfrage des BR unter größeren ostbayerischen Kommunen ergeben.

Bereits Hunderte Briefwahlunterlagen ausgestellt

In Deggendorf werden beispielsweise seit Dienstag Wahlbenachrichtungen verschickt. Schon jetzt seien über 800 Briefwahlunterlagen ausgestellt worden, teilte die Stadt auf Nachfrage mit. Bei der Bundestagswahl 2017 hatten insgesamt 6.245 Personen Briefwahlunterlagen beantragt. Aktuell sind etwa 25.000 Deggendorfer Bürger wahlberechtigt.

Hohe Zahlen in Amberg und Passau erwartet

In Amberg wurden bereits Briefwahlunterlagen an rund 500 Personen ausgegeben. Die Stadt rechnet mit einer ähnlich hohen Nachfrage wie bei der Bundestagswahl. Damals hatte die Stadt Passau bereits mehr Briefwahlbezirke eingerichtet, um auf den Trend zu reagieren und Stimmen schneller auszählen zu können. Sollten es noch mehr Briefwähler werden, behält sich die Stadt vor, die Briefwahlbezirke für die Landtagswahl nochmals zu erweitern.

Mehr Briefwahlbezirke, weniger Wahllokale

In Straubing wurde die Zahl der Briefwahlbezirke zur Landtagswahl erstmals erhöht. Insgesamt gibt es nun 20 statt 12 Briefwahlbezirke. Nach Angaben eines Sprechers hat die Stadt die Zahl der Wahllokale im Gegenzug von 45 auf 37 reduziert.