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© Deutsche Bahn AG / Oliver Lang
Bildrechte: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

Die Deutsche Bahn will im Großraum Nürnberg ein neues ICE-Werk bauen. Dagegen regt sich seit langem Protest.

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    Landtagsvizepräsident gegen ICE-Werk in Altenfurt

    Landtagsvizepräsident Karl Freller (CSU) hat sich mit anderen Politikern klar gegen ein ICE-Werk in Altenfurt bei Nürnberg ausgesprochen. Die Politiker haben deswegen einen Brief an Ministerpräsident Söder geschickt.

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    Von
    • Annika Svitil
    • Jonas Miller

    Landtagsvizepräsident Karl Freller (CSU) spricht sich klar gegen ein mögliches ICE-Instandhaltungswerk in den Nürnberger Stadtteilen Altenfurt und Fischbach aus. Zusammen mit Bezirksrat Peter Daniel Forster und Stadträtin Nicole Alesik richtet er einen Brief an Ministerpräsident Markus Söder, heißt es in einer Mitteilung. Die Wahl des Standortes hätte große Probleme zur Folge, die thematisiert werden müssten. Dabei nennt er die Nähe zum dicht besiedelten Wohngebiet in Altenfurt und Fischbach, sowie den Verlust des Nacherholungsraumes im Reichswald.

    Alternativvorschlag für ICE-Werk: Muna in Wendelstein

    Als alternativen Standort nennt Freller in seinem Schreiben die Muna in Wendelstein – das hatte die Marktgemeinde selbst vorgeschlagen, heißt es weiter. Die Deutsche Bahn plant ein ICE-Instandhaltungswerk bei Nürnberg zu errichten. Dafür stehen neun Standorte zur Auswahl, die nach einer Prüfung im November ins Raumordnungsverfahren gehen sollen. Die Bahn will rund 400 Millionen Euro investieren und 450 Arbeitsplätze schaffen. Das Werk soll auf einer Fläche von bis zu 46 Hektar entstehen, auf der Tag und Nacht gearbeitet werden soll.

    Demonstrationen am Wochenende

    Erst am Samstag gingen in Altenfurt und dem weiteren möglichen Standort Feucht mehrere hundert Menschen auf die Straße und demonstrierten gegen das geplante ICE-Werk. Laut Karl Freller sind neben den Adressaten des Briefes an Ministerpräsident Söder auch Bundestagsabgeordneter Michael Frieser (CSU), Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) und weitere CSU-Mandatsträger gegen ein Werk in diesem Nürnberger Stadtteil.

    Baupläne sorgen seit Jahren für Kritik

    Das geplante ICE-Werk soll laut Bahn zu einem störungsfreien Fernverkehr beitragen. Bei der Verkündung der Pläne 2019 sorgte die Meldung beim damaligen Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für große Freude. Doch die Kritiker erhoben schnell ihre Stimme gegen den geplanten Bau. Vor allem Bürgerinnen und Bürger aus Altenfurt kritisieren die Pläne. Denn Altenfurt liegt dicht an der ICE-Strecke von München nach Nürnberg. Ein Waldgebiet trennt den Stadtteil von den Gleisen. Die Bahn hat bei der Bekanntgabe ihres Bauvorhabens diesen Wald als möglichen Standort benannt. Ein Frevel gegen die Natur, ein Verlust an Naherholung und eine Zumutung, was die Lärmbelästigung der Anwohner betrifft, so deren Kritik.

    ICE-Werk soll 2028 in Betrieb gehen

    Die Bahn will auf einem fünfeinhalb Kilometer langen Grundstück eine Werkstatt-Halle mit umfangreichen Außenanlagen errichten. Dort sollen ICE-Züge gereinigt und gewartet werden. So sollen Zugpannen vermieden werden. Das Werk im Raum Nürnberg soll 2028 in Betrieb gehen und höchstens 25 Minuten Fahrzeit vom Hauptbahnhof Nürnberg entfernt liegen. Mehrere Flächen kommen derzeit in Frage – darunter weiterhin der umstrittene Standort bei Nürnberg-Altenfurt.

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