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Landtag soll Krippengeld trotz Kritik beschließen | BR24

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Mit dem Krippengeld möchten CSU und Freie Wähler eines ihrer Wahlversprechen einlösen. Unterstützt werden sollen damit Familien mit geringen und mittleren Einkommen bei der Kinderbetreuung. Für die Opposition hakt das Konzept an einigen Punkten.

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Landtag soll Krippengeld trotz Kritik beschließen

Mit dem Krippengeld möchten CSU und Freie Wähler eines ihrer Wahlversprechen einlösen. Unterstützt werden sollen damit Familien mit geringen und mittleren Einkommen bei der Kinderbetreuung. Für die Opposition hakt das Konzept an einigen Punkten.

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Ab 1. Januar 2020 soll es das bayerische Krippengeld geben. Den Zuschuss hat das schwarz-orange Kabinett bereits beschlossen, heute soll der Landtag mit der Mehrheit von CSU und Freien Wählern das Gesetz im Landtag verabschieden.

Familien mit kleinen Kindern sollen entlastet werden

100 Euro monatlich pro Krippenkind ab dem ersten Geburtstag - das sollen Familien ab dem kommenden Jahr für Kinder zwischen ein bis drei Jahren für die Krippe oder eine Tagesmutter erhalten. Das Projekt gilt als eines der Wahlkampfversprechen der Freien Wähler. Die Staatsregierung will damit Familien mit jungen Kindern finanziell entlasten.

Die Kosten dafür sollen sich auf 105 Millionen Euro jährlich belaufen. Jedoch: Nur Familien mit weniger als 60.000 Euro Jahreseinkommen können den Zuschuss beantragen.

Opposition: Geld lieber in das Kita-Personal investieren

Die Landtags-FDP findet, das Geld sollte man lieber in eine verbindliche Qualitätsoffensive, eine verpflichtende Vorschule und in das Fachpersonal stecken. Auch die Grünen fordern, die Mittel lieber in die Kitas zu investieren.

Die Sozialdemokraten dagegen kritisieren die niedrige Einkommensgrenze: da lägen bereits Erzieherinnen und Polizisten darüber, so die SPD. Im Koalitionsvertrag war das Krippengeld noch ohne Einkommensgrenze verabredet worden.

AfD: Keine finanzielle Besserstellung durch "Fremdbetreuung"

Für die AfD ist das Krippengeld ohnehin ein falscher Anreiz: Familien, die ihre Kleinkinder "fremdbetreuen" lassen, würden finanziell bessergestellt, bemängelt die Landtags-AfD.