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Landtag fordert flächendeckendes WLAN in Regionalzügen | BR24

© pa / dpa / Fabian Sommer

WLAN-Symbol an einer S-Bahn

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Landtag fordert flächendeckendes WLAN in Regionalzügen

Die Staatsregierung will darauf drängen, dass der Bund Regionalzug-Strecken in Bayern mit WLAN ausstattet. Der Landtag verabschiedete einen entsprechenden Antrag. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) will aber auch bayerisches Geld zuschießen.

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Mit den Stimmen von CSU, Freien Wählern, SPD und AfD verabschiedete der Landtag einen Antrag der Regierungsfraktionen, der die Staatsregierung auffordert, sich beim Bund dafür einzusetzen, dass der Netzausbau für WLAN an den Schienenstrecken zügig vorangeht. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger erklärte, man wolle "den Druck auf den Bund aufrechterhalten" und betonte zudem, er halte es für sinnvoll auch "bayerisches Steuergeld" zu investieren.

FDP und Grüne: Der WLAN-Vorstoß kommt mit Verspätung

FDP und Grüne warfen der Staatsregierung vor, das Thema verschlafen zu haben. Matthias Fischbach von der FDP-Landtagsfraktion sagte, einerseits sei das Anliegen richtig, andererseits sei die CSU aber Teil einer Bundesregierung, deren CDU-Bildungsministerin einst betont hatte, man brauche 5G nicht an jeder Milchkanne.

Auch der Grüne Benjamin Adjei warf der Staatsregierung vor, bei dem Thema spät dran zu sein:

"Sie fordern WLAN in Regionalbahnen. Das ist gut so, das machen andere Bundesländer übrigens schon längst. Die S-Bahn Stuttgart, die S-Bahn Rhein-Ruhr, die S-Bahn Rhein-Main, der Südwestexpress. Überall gibt es WLAN, nur in Bayern nicht. Hier gibt es eine Test-S-Bahn, die einsam hin und her pendelt und dort einen Testbetrieb macht. Das war's hier." Benjamin Adjei, Grünen-Landtagsfraktion

Auch mit bayerischem Geld aus dem Funkloch

Von derzeitigem "Funklochhopping" im Zug sprach Adjei und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) bekräftigte, der Bund müsse gemeinsam mit den Netzbetreibern dafür sorgen, dass die so genannten weißen Flecken möglichst schnell von der Bayerischen Landkarte verschwinden. Aber auch der Freistaat selbst müsse und werde investieren:

"Es kostet Geld und jetzt ist wieder die Frage, sind wir bereit bayerisches Steuergeld und da reden wir von 40 Millionen Euro aufwärts, in die Hand zu nehmen, um die Züge auszurüsten. Ich bin dafür, dass wir hier noch mehr Geld einsetzen." Hubert Aiwanger (FW), Wirtschaftsminister Bayern

Mittelfristig soll die WLAN-Fähigkeit der Züge dann aber auch als ein Kriterium in Ausschreibungen für den Regionalbahnbetrieb mit aufgenommen werden.