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Die Bundesstraße 20 ist kurz vor der Ortschaft Berchtesgaden zur Hälfte von der Ramsauer Ache weggerissen worden

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    Landtag debattiert über Konsequenzen aus Hochwasser

    Erst Hochwasser in Franken, dann in Südbayern - mit überfluteten Straßen, abgerutschten Hängen, beschädigten Häusern. Es bleibt die Frage: Was hätte man im Vorfeld tun können und wie kann geholfen werden? Damit befasst sich der bayerische Landtag.

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    Von
    • Lisa Weiß
    • BR24 Redaktion

    Der Starkregen und das Hochwasser in Franken und Südbayern beschäftigt weiter die Politik. Der Landtag berät heute über mehrere Dringlichkeitsanträge. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie man sich besser für die Gefahren rüsten und die Geschädigten nachhaltig unterstützen kann.

    Grüne fordern Starkregen-Frühwarnsystem

    Starke Regenfälle und Sturzfluten aber auch Hitzewellen und Dürre - all das komme in Bayern immer häufiger vor, behaupten die Landtagsgrünen. Sie fordern, alles, was geht, zu tun, damit diese so genannten Extremwetterlagen weniger Schäden anrichten und die Bevölkerung besser geschützt ist. Die Staatsregierung solle zum Beispiel eine Task-Force Starkregenereignisse einrichten und ein Starkregen-Frühwarnsystem einführen, das unabhängig von Strom und Internetversorgung ist.

    SPD will verbessertes Meldesystem

    Die SPD-Fraktion bemängelt unter anderem, dass immer noch keine so genannten Sturzflut-Gefahrenkarten erstellt worden sind, obwohl die entsprechenden Daten vorlägen. Mit diesen Karten ließe sich besser kalkulieren, welche Wassermengen wo ankommen können.

    Man müsse auch ganz grundsätzlich untersuchen, wie man das Hochwasser-Warn- und Meldesystem verbessern könne, so die SPD. Und: Die Staatsregierung solle die Soforthilfen für Hochwasseropfer wirklich schnell auszahlen - und gegebenenfalls aufstocken.

    Staatsregierung will längerfristige Hilfen und Unterstützung vom Bund

    Auch den Regierungsfraktionen CSU und Freie Wähler ist es wichtig, dass die Soforthilfen schnell und unbürokratisch ausgezahlt werden. Sie wollen außerdem erreichen, dass der Bund neben Soforthilfen auch längerfristig Geld für den Wiederaufbau bereitstellt.

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