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Landtag: AfD trennt sich von weiterem NPD-nahen Mitarbeiter | BR24

© pa/dpa/Matthias Balk

Markus Plenk und Katrin Ebner-Steiner, die beiden Vorsitzenden der AfD-Fraktion, bei einer Sitzung im Bayerischen Landtag.

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    Landtag: AfD trennt sich von weiterem NPD-nahen Mitarbeiter

    Die AfD im Bayerischen Landtag kommt nicht zur Ruhe. Wie der BR erfuhr, hat sich die Fraktion von einem weiteren NPD-nahen Mitarbeiter getrennt. Es handelt sich um Laurens Nothdurft. Er soll einen verbotenen Neonazi-Verband geleitet haben.

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    Die AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag hat sich auch von ihrem Mitarbeiter Laurens Nothdurft getrennt. Das erfuhr der BR exklusiv. Zuvor war schon der Vertrag mit Heinz Imbacher beendet worden. Beide standen der rechtsextremen NPD nahe. Die AfD bestätigte am späten Abend die Trennung von den beiden Mitarbeitern, nannte aber keine Gründe. Man äußere sich nicht zu Personalangelegenheiten, heißt es in einer Pressemitteilung.

    NPD-Vergangenheit von Laurens Nothdurft

    Laurens Nothdurft, der laut Fraktionschef Markus Plenk für die AfD-Abgeordneten im Innenausschuss tätig war, hat eine NPD-Vergangenheit. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, leitete Nothdurft den 2009 verbotenen Neonazi-Verband "Heimattreue Deutsche Jugend". Das geht aus einem Gutachten des Bundesverfassungsschutzes hervor. Auch dem BR liegen diese Informationen vor.

    Nothdurft hätte kein AfD-Mitglied werden dürfen

    Warum Nothdurft als Parteimitglied aufgenommen wurde, ist unklar. Eigentlich hätte er aufgrund einer Unvereinbarkeitsliste der Partei nicht eingestellt werden dürfen. AfD-Mitarbeiter müssen versichern, dass sie keinem auf dieser speziellen Liste aufgeführten extremistischen Verband angehören oder angehörten.

    Ehemaliger AfD-Referent Imbacher spendete an NPD

    Heinz Imbacher war als Referent für den Haushaltsausschuss tätig und gilt als Anhänger des umstrittenen Thüringer AfD-Rechtsaußen Björn Höcke. Wie jetzt bekannt geworden ist, sympathisierte Imbacher mit der NPD. Laut NPD-Rechenschaftsbericht von 2011 hat er seinerzeit 13.800 Euro an die rechtsextreme Partei überwiesen.

    Auch AfD-Geschäftsführer Özkara umstritten

    Außer Imbacher und Nothdurft ist auch Ralf Özkara umstritten. Er arbeitet für die AfD-Fraktion im bayerischen Landtag als Geschäftsführer. In einem Gutachten des Bundesverfassungsschutzes wird Özkara mit islamophoben Aussagen zitiert. Auch er gilt als Höcke-nah.

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    Autor
    • Johannes Reichart
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