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Landshuter Seniorenbeirat will Lockerung bei Altenheimbesuchen | BR24

© pa/Robert Kneschke

Symbolbild: Pflegerin hält Hand eines Pflegeheimbewohners

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    Landshuter Seniorenbeirat will Lockerung bei Altenheimbesuchen

    Nicht nur das Coronavirus macht krank, auch die Einsamkeit und Abgeschiedenheit. Der Seniorenbeirat der Stadt Landshut fordert, das generelle Besuchsverbot in Pflegeeinrichtungen und Altenheimen moderat zu lockern. Keine einfache Forderung.

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    Der Seniorenbeirat der Stadt Landshut bittet die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) und Seniorenministerin Carolina Trautner (CSU), das von der Bayerischen Staatsregierung verordnete generelle Besuchsverbot in Pflegeeinrichtungen, Altenheimen und Seniorenresidenzen nach und nach moderat zu lockern.

    Angebote schon kreativ und vielfältig

    Das geht aus einem Schreiben des Seniorenbeirats hervor, das dem Bayerischen Rundfunk vorliegt. Das generelle Besuchsverbot sei ursprünglich im Interesse der Gesundheit der in den Heimen wohnenden Menschen gerechtfertigt gewesen. Dies würde, wie eine Nachfrage bei einigen Landshuter Heimen ergab, auch von den Heimbewohnern so gesehen und akzeptiert. Die Heime würden ihr Bestes geben, um den Bewohnern das Alleinsein zu erleichtern, wie beispielsweise durch die Organisation von Videotelefonie, Balkon- bzw. "Über-den-Zaun-hinweg"-Gesprächen, Postkartenaktionen oder Aufenthalte im heimeigenen Garten.

    Gesundheitliche Gefahr durch fehlenden Besuch?

    Nach Mitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) stellten die verordneten Schutzmaßnahmen mit zunehmender Dauer aber auch eine erhebliche gesundheitliche Gefahr für viele Bewohnerinnen und Bewohner dar. Sie bauten körperlich sehr schnell ab, weil ihre Angehörigen häufig Teil des Pflegesettings sind oder weil sie sich nicht mehr ausreichend bewegten. Außerdem sei das erzwungene Alleinsein für viele Bewohner schwer erträglich, bis hin zur klinischen Depression. Nach Auffassung des Landshuter Seniorenbeirates ist es deshalb dringend nötig, Konzepte für eine moderate Öffnung des generellen Besuchsverbots zu entwickeln und diese dann sukzessive umzusetzen.

    Maßnahmenpaket erforderlich

    Die Gesundheit der Bewohner und des Pflegepersonals dürfte dabei aber auf gar keinen Fall gefährdet werden. Denkbar seien beispielsweise zeitlich begrenzte Besuchszeiten pro Heimbewohner (etwa eine Stunde pro Woche), die Registrierung der Besucher durch das Heim und die Beachtung bestimmter Hygienemaßnahmen (Desinfizieren der Hände, Tragen passender Schutzkleidung). Auch ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft müsse erlaubt sein. Ferner könnte man auch regelmäßige Schnelltests des Pflegepersonals und der Besucher in Erwägung ziehen. "Was für hochbezahlte Fußballspieler der ersten und zweiten Bundesliga möglich ist, müsse erst recht für die Angehörigen von Heimbewohnern und die Pflegekräfte möglich gemacht werden", heißt es in dem Schreiben.

    Bund und Länder stünden in der Pflicht, für eine angemessene Ausstattung der Einrichtungen mit Schutzkleidung und weiteren benötigten Materialien zu sorgen und, soweit Lockerungen nur unter der Voraussetzung regelmäßiger Testungen von Angehörigen zugelassen werden, die notwendigen Testkapazitäten zur Verfügung zu stellen.

    Warnung von sozialen Trägern

    Die sozialen Träger warnen vor zu schnellen Schritten und fordern regelmäßige Corona-Tests beim Personal und ausreichend Schutzkleidung. Die Einrichtungen seien bis dato ohnehin schlecht auf den erneuten Besuchen von Angehörigen vorbereitet.

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