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Landshuter Bierzeltstreit: Gericht gibt Wirt erneut Recht | BR24

© BR/Alexander Krauß

Die Dult in Landshut mit Blick auf die Burg Trausnitz.

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    Landshuter Bierzeltstreit: Gericht gibt Wirt erneut Recht

    Wurde ein Landshuter Volksfestwirt bei der Vergabe eines Festzelts benachteiligt? Das Verwaltungsgericht Regensburg sagt: Ja. Und gibt dem Kläger damit nach einer Klage von 2017 erneut Recht.

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    Neue Runde im Landshuter Bierzeltstreit: Zum wiederholten Mal haben sich der Festwirt Peter Vorholzer und die Stadt Landshut am Donnerstag vor dem Verwaltungsgericht Regensburg getroffen. Erneut ging es um die Festzeltvergabe bei der Landshuter Dult: Der bei der Vergabe des großen Festzelts für die Bartlmädult 2018 unterlegene Vorholzer, der sich schon länger durch das Vergabeverfahren der Stadt Landshut benachteiligt sieht, bekam wie schon bei einer Klage 2017 erneut Recht.

    Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz

    Das Gericht entschied: Es liegt ein Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz vor, zu Lasten von Vorholzer. Zum Hintergrund: Über die Vergabe der Festzelte bei den Landshuter Dulten entscheidet der Dultsenat der Stadt. Dieser bestimmt anhand von Kriterien, wer das Bierzelt bekommt. Eine Rolle spielen hierbei unter anderem die Familienfreundlichkeit, das Unterhaltungsprogramm, Umweltschutz, Preisgestaltung und Ortsansässigkeit.

    Ist die Punktevergabe ungerecht und nicht transparent genug?

    Dafür werden Punkte verteilt. Derjenige mit den meisten Punkten bekommt das Zelt. Diese Punktevergabe sei bei mehreren Kriterien nicht gerecht und beim Thema Umweltschutz nicht transparent genug abgelaufen, so das Gericht am Donnerstag. Im verhandelten Fall der Bartlmädult 2018 hatte sich der Dultsenat wie schon im Jahr zuvor für Vorholzers Konkurrenten Franz Widmann jun. entschieden.

    Politische Einflussnahme vermutet

    Vorholzer klagte in beiden Fällen, weil er die Vergabe für rechtswidrig hielt, da Kriterien von der Stadt seiner Ansicht nach falsch bewertet wurden, sodass Widmann bevorzugt wurde. Vorholzer vermutet politische Einflussnahmen. Diesen Vorwurf wiederholte er am Donnerstag im Anschluss an die Gerichtssitzung im Interview mit dem BR. Die Vertreterin der Stadt Landshut beim heutigen Gerichtstermin verwies derweil auf die Komplexität des Vergabeverfahrens und räumte ein, dass dieses fehleranfällig sei und dass auch viele subjektive Wertungen eine Rolle spielen. Widmann junior war heute im Gericht nicht anwesend.

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