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Corona-Infektionen: Landshut reißt Obergrenze | BR24

© BR/Astrid Dachs

Die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 ist in der Stadt Landshut überschritten worden: Nun wollen Oberbürgermeister, Gesundheitsamt und Regierung von Niederbayern über weitere Kontaktbeschränkungen nachdenken.

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Corona-Infektionen: Landshut reißt Obergrenze

Die Stadt Landshut ist immer stärker von neuen Corona-Infektionen betroffen. Nach Angaben von Oberbürgermeister Putz hat die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz jetzt den kritischen Wert von 50 überschritten.

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Wie Oberbürgermeister Alexander Putz (FDP) am Sonntag auf seiner Facebook-Seite mitgeteilt hat, hat die Stadt Landshut am Wochenende den kritischen Wert von 50 der Sieben-Tage-Inzidenz überschritten: Er liegt für die Stadt nun bei 53,9. Das bedeutet: Innerhalb von sieben Tagen sind in Landshut mehr als 53 Corona-Fälle pro Hunderttausend Einwohner registriert worden.

Auswirkungen auf Schulstart?

Die aktuellen Zahlen hat Landshuts Oberbürgermeister Putz laut Facebook-Post schriftlich vom Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitgeteilt bekommen. Auf der Homepage des LGL sind die Daten noch nicht verzeichnet.

Laut Oberbürgermeister Alexander Putz werden deshalb heute weitere Kontaktbeschränkungen in Kraft gesetzt, gemeinsam mit dem Gesundheitsamt und der Regierung von Niederbayern.

Welche Auswirkungen das auf den morgigen Schulbeginn hat, ist noch unklar. Möglicherweise können nicht alle Schulkinder den Präsenzunterricht besuchen.

Meidinger: Schulen müssten wieder in den Wechselbetrieb

Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, sagte gegenüber dem Bayerischen Rundfunk: "In Landshut ist jetzt die Quote über 50 gegangen. 50 würde ja heißen, da müssten die Schulen dann wieder in den Wechselbetrieb schalten. Also wir sind auch ständig immer noch gefährdet. Das Virus ist nach wie vor da.“

Der Drei-Stufen-Plan des Bayerischen Kultusministeriums sieht vor, das ab einem Wert von 50 bei der 7-Tages-Inzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt die höchste Stufe 3 gilt. Dabei wird der Mindestabstands von 1,5 Metern im Klassenzimmer wieder eingeführt.

Kultusministerium: 3-Stufen-Plan nicht automatisch ausgelöst

"Dies bedeutet, dass die Klassen in aller Regel geteilt und die beiden Gruppen im wöchentlichen oder täglichen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht unterrichtet werden – es sei denn, die baulichen Gegebenheiten vor Ort lassen die Einhaltung des Mindestabstands auch bei voller Klassenstärke zu“, erklärt das Kultusministerium auf seiner Internetseite.

Dort wird jedoch gleichzeitig betont, dass die jeweils nächste Stufe bei Erreichen des Schwellenwerts nicht automatisch ausgelöst wird, sondern die Regelung "als Orientierungshilfe für die Entscheidungsträger vor Ort" diene.

Kontaktbeschränkungen in der Stadt Landshut

Vorige Woche war bereits der Frühwarnwert von 35 in Landshut überschritten worden. Seitdem dürfen sich in der Öffentlichkeit nur noch maximal fünf Personen oder Angehörige aus zwei verschiedenen Haushalte treffen.

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