BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Landshut ordnet 14-tägige Quarantäne auch für Verdachtsfälle an | BR24

© pa/Martin Siepmann

Landshuter Altstadt

Per Mail sharen

    Landshut ordnet 14-tägige Quarantäne auch für Verdachtsfälle an

    Die Stadt Landshut ordnet mit sofortiger Wirkung eine Quarantäne von mindestens 14 Tagen für Corona-Infizierte und Krankheitsverdachtsfälle an. Damit reagiert die Stadt auf die auch in ihrem Zuständigkeitsbereich rapide zunehmenden Krankheitsfälle.

    Per Mail sharen

    Die Stadt Landshut ordnet mit sofortiger Wirkung eine Quarantäne von mindestens 14 Tagen sowohl für Corona-Infizierte als auch für Ansteckungs- und Krankheitsverdachtsfälle an. Die von der Staatsregierung erlassenen Ausgangsbeschränkungen seien allgemeiner Art. Die Quarantäne werde dagegen von den Gesundheitsämtern in den Kommunen erlassen, erklärte ein Sprecher der Stadt.

    Rapide zunehmende Krankheitsfälle

    Damit reagiert die Stadt auf die auch in ihrem Zuständigkeitsbereich rapide zunehmenden Krankheitsfälle, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Quarantäne-Anordnung sei erforderlich, um Infektionsketten wirksam zu unterbrechen. Das Risiko der Weiterverbreitung sowie der Gesundheitsgefährdung der Bürgerinnen und Bürger könne so deutlich gesenkt werden. Vordringliches Ziel sei zudem eine mögliche Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, hieß es.

    Verordnung gilt auch für Verdachtsfälle

    Die Anordnung gilt demnach auch für Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Unabhängig davon, ob sie symptomfrei sind oder nicht. Auch wer zu einem Coronavirus-Infizierten direkten Kontakt hatte, etwa im Rahmen eines Gesprächs, muss in Quarantäne. Laut der Anordnung müssen Betroffene, wenn kein stationärer Krankenhausaufenthalt nötig ist, für einen Zeitraum von (mindestens) 14 Tagen ausschließlich in ihrer Wohnung bleiben. Oder auf dem von ihnen selbst genutzten Bereichen ihres Wohngrundstückes, wo Kontakt mit Dritten weitestgehend ausgeschlossen werden kann.

    Stichprobenartige Kontrollen möglich

    Darüberhinaus müssen die Personen für das Staatliche Gesundheitsamt Landshut erreichbar sein. Der Kontakt mit in häuslicher Gemeinschaft stehenden Personen ist laut Stadt auf das absolut notwendige Mindestmaß zu reduzieren. Wie ein Sprecher der Stadt sagte, werde auch stichprobenartig kontrolliert, ob Betroffene die Quarantänebestimmungen einhalten und zuhause sind.

    Mit Coronavirus kontaminiertem Hausmüll verpacken

    Alle Abfälle, die zu Hause von Verdachtsfällen oder leicht erkrankten Patienten erzeugt wurden und mit Sekreten kontaminiert sein können, wie Taschentücher, Mund-Nasen-Schutz, Hygieneartikel, sind auf Anordnung der Stadt als Restmüll zu entsorgen. Darunter fallen beispielsweise auch sonst verwertbare Abfälle, wie Joghurtbecher, aus denen gegessen wurde. Grundsätzlich gilt für Haushalte mit ambulant betreuten Corona-Verdachtsfällen und leicht erkrankten Patienten daher: Im Zweifelsfall über den Restmüll entsorgen. Die Abfälle dürfen aber nicht lose in die Restmülltonne gegeben werden, sondern müssen zuvor in stabile Müllsäcke verpackt und durch Verknoten oder Zubinden sicher verschlossen werden. Damit soll eine Gefährdung weiterer Nutzer der Restmülltonne und des Personals der Müllabfuhr sowie der Entsorgungsanlagen ausgeschlossen werden.