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Symbolbild: Leeres Klassenzimmer

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    Landshut: Ab Mittwoch Wechselunterricht ab der 8. Klasse

    In den Schulen in Stadt und Landkreis Landshut wird es ab Mittwoch Wechselunterricht ab der 8. Klasse geben. Oberbürgermeister und Landrat fordern zudem einen gemeinsamen Inzidenzwert für Stadt und Landkreis.

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    Von
    • Harald Mitterer
    • BR24 Redaktion

    Im Landkreis Landshut wird wegen hoher Corona-Zahlen ab Mittwoch, 2. Dezember, in den Schulen ab der 8. Klasse auf Wechselunterricht umgestellt. Das hat das Landratsamt bekanntgegeben.

    Das Robert-Koch-Institut kommt in seiner neuesten Berechnung auf eine Sieben-Tage–Inzidenz von 210,8 Neuinfektionen innerhalb einer Woche für den Landkreis Landshut. Damit gelten ab Mittwoch die Regelungen der 9. Infektionsschutzverordnung des Freistaats Bayern. Obwohl die Inzidenz-Zahlen der kreisfreien Stadt Landshut unter 200 sind, schließt auch sie sich der neuen Regel an.

    Mehr Abstand in Klassenzimmern

    Es wird mit der neuen Verordnung im Schulbereich einige Änderungen geben, um die Kontakte nochmals zu reduzieren. Ab den 8. Klassen müssen auch im Klassenzimmer 1,5 Meter Abstand zwischen den Schülern zwingend eingehalten werden.

    Für die meisten Schulen wird das wohl bedeuten, dass sie auf Wechselunterricht umstellen müssen - die Klassen werden also geteilt. Eine Hälfte der Klasse wird weiter wie bisher in die Schule gehen, die andere Hälfte im Homeschooling unterrichtet, sofern keine andere räumliche Lösung gefunden werden kann.

    Die genaue Ausgestaltung hängt an mehreren Faktoren und wird deshalb von jeder Schule individuell beschlossen. Sonderpädagogische Zentren und Abschlussklassen sind von dieser Regelung ausgenommen, die Schüler können weiterhin unter Einhaltung der Maskenpflicht in voller Stärke am Präsenzunterricht teilnehmen.

    Schülerströme eng miteinander verflochten

    Auch wenn der Inzidenzwert der Stadt Landshut (aktuell 156,7) deutlich unter der ausschlaggebenden 200er-Schwelle liegt, haben Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier beschlossen, die Maßnahmen in Stadt und Landkreis gleichermaßen umzusetzen: "Wir sind nicht nur geografisch, sondern auch durch unsere Schülerströme eng miteinander verflochten." 

    Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis besuchen weiterführende Schulen in der Stadt, umgekehrt fahren auch Jugendliche aus dem Stadtgebiet täglich in eine Schule, die in einer der Landkreisgemeinden angesiedelt ist. "Eine unterschiedliche Behandlung von Stadt- und Landkreisschülern ist angesichts dieser Durchmischung in der Praxis weder sinnvoll noch möglich. Deshalb ist es sachgerecht, wenn Stadt und Landkreis in diesem Bereich gemeinsam handeln", sind sich Putz und Dreier einig. Deshalb sollen auch an den weiterführenden Schulen in der Stadt Landshut die auf Basis der jetzt in Kraft getretenen 9. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung automatisch geltenden Regeln angewandt werden.

    Gemeinsamer Inzidenzwert für Stadt und Landkreis gefordert

    Ausgenommen sind aktuell die Mittelschulen aus dem Stadtgebiet, da hier aufgrund der festen Sprengelzuweisungen kaum eine Durchmischung der Schülerströme zu erwarten ist. "Hier zeigt sich noch einmal deutlich, wie unsinnig es ist, zwei separate Inzidenzwerte für Stadt und Landkreis Landshut auszuweisen", betonen beide Politiker, die in der Vergangenheit bereits mehrfach versucht hatten, darauf hinzuwirken, dass eine gemeinsame Sieben-Tages-Inzidenz für Stadt und Landkreis als Entscheidungsgrundlage dienen sollte. Sie sind damit aber stets am Widerstand der Staatsregierung gescheitert. Auch appellieren Dreier und Putz, dass das örtliche Infektionsgeschehen genauer berücksichtigt werden sollte: "Sich allein an einer Zahl zu orientieren, hat kaum Sinn."

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