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Landschildkröten-Auffangstation Kitzingen erhält Tierschutzpreis | BR24

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Abgegebene, ausgesetzte oder beschlagnahmte Landschildkröten: Seit acht Jahren leitet Sandra Malguth eine Auffangstation für diese Tiere im Kitzinger Stadtteil Hoheim. Nun erhält Auffangstation den Bayerischen Tierschutzpreis.

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Landschildkröten-Auffangstation Kitzingen erhält Tierschutzpreis

Abgegebene, ausgesetzte oder beschlagnahmte Landschildkröten: Seit acht Jahren leitet Sandra Malguth eine Auffangstation für diese Tiere im Kitzinger Stadtteil Hoheim. Nun erhält die Landschildkröten-Auffangstation den Bayerischen Tierschutzpreis.

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Große Freude herrscht in der Landschildkröten-Auffangstation in Kitzingen. Sandra Malguth und ihr Verein gehören zu den fünf Geehrten im Freistaat. Sie alle erhalten für ihre Arbeit den Bayerischen Tierschutzpreis 2020. Die Verleihung kann wegen Corona allerdings nicht wie geplant ablaufen. "Wir haben uns darüber riesig gefreut und hatten schon Hotel und Bahntickets gebucht. Aber am Montag um 17 Uhr kam aus dem Umweltministerium die Absage", sagte Sandra Malguth dem BR. Die für den Dienstag vorgesehene Preisverleihung im Umweltministerium findet wegen Corona nicht statt. Allen fünf Preisträgern wird die Auszeichnung nun per Post geschickt.

Schildkröten werden oft älter als ihre Besitzer

Sandra Malguth hat seit 2012 im Kitzinger Stadtteil Hoheim ihre Landschildkröten-Auffangstation. Der Verein ist inzwischen behördlich für die amtstierärztliche Abnahme anerkannt. Das heißt, beschlagnahmte Tiere werden dort in Obhut gegeben. Außerdem nimmt die Auffangstation Fundtiere auf und Schildkröten, die von ihren Besitzern abgegeben werden. Aktuell sind 86 Landschildkröten in der Station, darunter 19 erst zweijährige Schildkröten. Die älteste Schildkröte ist 75 Jahre alt. Ihre Besitzerin ist kürzlich gestorben. "Schildkröten sind Lebensbegleiter, die überleben nicht selten ihre Besitzer" gibt Sandra Malguth zu bedenken.

Verein ist spendenfinanziert – Freude über Preisgeld

Der Verein finanziert sich ausschließlich über Spenden und durch die Jahresbeiträge von rund 200 Mitgliedern aus ganz Deutschland. Der Verein freut sich deshalb über das Preisgeld von 2.400 Euro.

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