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Zwei Coronaschnelltests pro Woche für den Präsenzunterricht - das stellt die Schulen vor neue Aufgaben. Um den Aufwand zu stemmen, hat man am Ignaz-Kögler-Gymnasium in Landsberg alle Unterrichtsstunden auf 35 Minuten verkürzt.

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Landsberger Gymnasium verkürzt Schulstunden wegen Testpflicht

Zwei Coronatests pro Woche für den Präsenzunterricht - das stellt die Schulen vor neue Aufgaben. Um den Aufwand zu stemmen, hat das Ignaz-Kögler-Gymnasium in Landsberg alle Unterrichtsstunden auf 35 Minuten verkürzt. Erfreulich: alle Tests negativ.

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Von
  • Florian Regensburger

Am Ignaz-Kögler-Gymnasium in Landsberg am Lech hat man sich auf die neue Corona-Testpflicht vorbereitet. Der Corona-7-Tage-Inzidenzwert im Landkreis lag am Freitag bei 77,3, damit gibt es Präsenzunterricht im Wechsel wie auch schon vor den Osterferien. Durch die neue Vorgabe, dass Schüler und Schülerinnen zweimal pro Woche in der Schule einen Corona-Schnelltest machen oder eine maximal 48 Stunden alte Bescheinigung über ein negatives Testergebnis vorlegen müssen, ist trotzdem vieles anders.

Unterrichtsstunden von 45 auf 35 Minuten verkürzt

Die Tests müssen vor Unterrichtsbeginn durchgeführt werden. Um genügend Zeit dafür zu haben, wurden am Montag alle Unterrichtsstunden von 45 auf 35 Minuten verkürzt, so die stellvertretende Schulleiterin Julia Lindner. Sollte ein Test positiv ausfallen, müsse der betreffende Schüler oder die betreffende Schülerin laut den behördlichen Vorgaben "abgesondert" und abgeholt werden. In der Praxis würde dies laut Lindner bedeuten, dass der- oder diejenige im Freien vor dem Schulgebäude wartet und in der Regel von den Eltern abgeholt wird.

20 Schüler mussten in den Distanzunterricht

Rund 20 der 800 Schüler des Ignaz-Kögler-Gymnasium haben sich laut Schulleiterin Triller geweigert, am Montag an den Tests teilzunehmen oder ein zertifiziertes Testergebnis mitzubringen – sie mussten in den Distanzunterricht. Die rund 400 heute im Wechselunterricht anwesenden Schüler hatten zum Glück alle ein negatives Ergebnis.

"Im Sinne der Sicherheit eine absolute Verbesserung"

Die Testungen zu organisieren, sei auch angesichts der teils versetzten und unregelmäßigen Unterrichtszeiten von Oberstufenschülern "ein Riesen-Aufwand", sagt Schulleiterin Lindner. "Im Sinne der Sicherheit" sehe sie dennoch "eine absolute Verbesserung". Vom Schulamt habe man zunächst einen Testvorrat bekommen, der für eineinhalb Wochen reichen werde.

Angst vor Stigmatisierung von Schülern

Elternvertretungen hatten die Testpflicht an Schulen teilweise bereits vor ihrer Einführung bayernweit kritisiert, unter anderem mit dem Argument, dass Kinder und Jugendliche mit positivem Ergebnis an der Schule stigmatisiert werden könnten. Zudem bestünde im Fall eines Heim-Tests nicht die Gefahr, dass sie in der Schule andere anstecken könnten.

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