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Landratswahlen in Unterfranken: Das sind die Ergebnisse | BR24

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Kommunalwahl in Unterfranken

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    Landratswahlen in Unterfranken: Das sind die Ergebnisse

    Bei den Kommunalwahlen 2020 wurden in sechs Landkreisen in Unterfranken die amtierenden Landräte wiedergewählt. Würzburg und Main-Spessart gehen in die Stichwahl. Im Landkreis Aschaffenburg gibt es einen neuen Landrat.

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    Von
    • Alisa Wienand
    • Valerie Schmidt

    Ein langer Kommunalwahl-Abend geht in Unterfranken zu Ende. In neun Landkreisen wurde abgestimmt. In zwei Landkreisen kommt es zur Stichwahl.

    Landkreis Würzburg geht in die Stichwahl

    Im Landkreis Würzburg ging es um die Nachfolge von Eberhard Nuß (CSU). Er war seit 2008 Landrat und tritt aus Altersgründen nicht mehr an. Wer sein Nachfolger wird, entscheidet die Stichwahl zwischen Thomas Eberth (CSU) und Karen Heußner (Grüne). Eberth kommt auf 42,86 Prozent, Heußner auf 20,22 Prozent. Sie setzte sich knapp gegen Felix von Zobel (Freie Wähler) durch. Er erreichte 19,25 Prozent. Christine Haupt-Kreutzer (SPD) holte 11,92 Prozent, Olaf Stabrey (AfD) 3,70 Prozent, Simone Barrientos (Linke) 2,06 Prozent. Die Wahlbeteiligung ist wegen technischer Probleme noch nicht bekannt.

    Landkreis Aschaffenburg: Alexander Legler wird Reuters Nachfolger

    Nach drei Wahlperioden trat der Aschaffenburger Landrat Ulrich Reuter (CSU) nicht mehr an, weil er designierter Präsident des Sparkassenverbands Bayerns ist. Sein Nachfolger ist Alexander Legler von der CSU. Er galt als Favorit und wurde mit 58,11 Prozent der Stimmen gewählt. Gegen ihn angetreten sind Maili Wagner von den Freien Wählern (18,99 Prozent), Özcan Pancarci von den Grünen (18,81 Prozent) und Max Bruder von der FDP (4,10 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 61,49 Prozent.

    © Björn Friedrich

    Landkreis Aschaffenburg: Alexander Legler wird Reuters Nachfolger

    Florian Töpper als Schweinfurter Landrat wiedergewählt

    Der Amtsinhaber Florian Töpper von der SPD hat mit 73,2 Prozent der Stimmen in Schweinfurt gewonnen. Bei der letzten Wahl 2012 setzte er sich als gemeinsamer Kandidat von SPD und Grüne überraschend gegen den damaligen Landrat Harald Leitherer von der CSU durch. Sein Gegenkandidat war Lothar Zachmann von der CSU, der seit mehr als 20 Jahren Bürgermeister von Dingolshausen ist. Er verlor mit 26,8 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Wahlbeteiligung beträgt insgesamt 66,71 Prozent.

    © Anand Anders

    Florian Töpper als Schweinfurter Landrat wiedergewählt

    Landkreis Miltenberg: Jens Marco Scherf hält seinen Posten

    Miltenbergs Landrat Jens Marco Scherf von den Grünen hält mit 69,25 Prozent der Wählerstimmen seinen Posten. Bei Scherfs Amtsantritt 2014 war er mit seinem Tegernseer Kollegen der erste Grüne Landrat in Deutschland. Sein Gegenkandidat, der parteilose Armin Bohnhoff, der von der CSU aufgestellt wurde, hat 30,75 % der Stimmen erhalten. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,48 Prozent. 89 9

    © Dominik Stapf

    Landkreis Miltenberg: Jens Marco Scherf hält seinen Posten

    Landkreis Main-Spessart geht in die Stichwahl

    Zwölf Jahre lang war Thomas Schiebel (Freie Wähler) Landrat Main-Spessarts. Dieses Mal stellte sich Schiebel nicht mehr zur Wahl. Wer seine Nachfolge antritt, wird bei einer Stichwahl zwischen Sabine Sitter von der CSU und Christoph Vogel von den Freien Wählern entschieden. Sabine Sitter erhielt 44,64 Prozent der Stimmen. Gewinnt sie die Stichwahl, wird sie erste Ladrätin Main-Spessarts. Ihr Gegenkandidat Christoph Vogel von den Freier Wählern wurde mit 22,10 Prozent der Stimmen gewählt. Neben Sitter und Vogel sind drei weitere Kandidaten bei der Wahl zum Landrat angetreten: Christian Baier von den Grünen (17,09 Prozent), Pamela Nembach von der SPD (10,79 Prozent) und Hubert Fröhlich von der FDP (5,39 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 67,6 Prozent.

    Tamara Bischof bleibt Landrätin von Kitzingen

    Die Kitzinger Landrätin Tamara Bischof von den Freien Wählern wurde mit 74 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Seit 20 Jahren steht die 56-jährige Juristin Tamara Bischof an der Spitze des Landkreises Kitzingen. Das erste Mal seit ihrem Amtsantritt hat die CSU einen Gegenkandidaten nominiert: Der 42-jährige Timo Markert aus Albertshofen konnte 26 Prozent der Stimmen für sich gewinnen. Bisher hatte Bischof in ihrer Laufbahn nur einmal einen Gegenkandidaten. Rafiq Iqbal von Grünen und ÖDP holte damals 14 Prozent der Wählerstimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,62 Prozent.

    © Dirk Nitschke, Atelier Zudem

    Tamara Bischof bleibt Landrätin von Kitzingen

    Landkreis Haßberge: Wilhelm Schneider wiedergewählt

    Im Landkreis Haßberge hat sich der Amtsinhaber Wilhelm Schneider von der CSU mit 68,23 Prozent der Stimmen durchgesetzt. Seit 2014 ist er bereits im Amt und hat damals in der Stichwahl gegen Bernhard Ruß von der SPD mit 53,6 Prozent das Amt erhalten. Bei dieser Wahl war sein Herausforderer Wolfgang Brühl von der SPD. Beide Kandidaten wollten mit ähnlichen Themen die Wahl für sich gewinnen. Themen waren die medizinische Versorgung im Landkreis, Mobilfunk und Internet, der ÖPNV sowie der Klimawandel. Lange war noch ein dritter Kandidat im Gespräch. Oliver Kunkel von den Grünen machte aber vor der Nominierung einen Rückzieher. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei 66 Prozent.

    © Sybille Thomé

    Landkreis Haßberge: Wilhelm Schneider wiedergewählt

    Thomas Habermann bleibt Landrat von Rhön-Grabfeld

    Thomas Habermann von der CSU hat sich mit 63,7 Prozent der Stimmen gegen drei Mitstreiter durchgesetzt. Thorsten Raschert von der SPD trat zum wiederholten Mal gegen den amtierenden Landrat an. Raschert hat 10 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten. Im Vergleich mit der vorherigen Wahl im Jahr 2014 hatte Habermann 69,3 Prozent geholt und Raschert verlor mit 30,7 Prozent der Stimmen. Der Gegenkandidat Yatin Shah von den Grünen hat 17 Prozent und Karl Schenk von Stauffenberg von der FDP 9,3 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei 66,6 Prozent.

    © Franziska Hild

    Thomas Habermann bleibt Landrat von Rhön-Grabfeld

    Landkreis Bad Kissingen: Thomas Bold bleibt im Amt

    Mit 60,48 Prozent der Stimmen wurde Thomas Bold von der CSU als Bad Kissinger Landrat wiedergewählt. Bereits seit 18 Jahren ist Bold im Amt. 2014 kandidierte er allein und bekam 92 Prozent der Wählerstimmen. Der 59-Jährige ist stellvertretender Bezirksvorsitzender der CSU Unterfranken. Seine Herausforderer waren Thomas Menz von der SPD und Manuela Rottmann von den Grünen. Menz erhielt 15,51 Prozent der Stimmen, Rottmann 24,01 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei 64,68 Prozent.

    © Sigrid Metz

    Landkreis Bad Kissingen: Thomas Bold bleibt im Amt