BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Landratsamt Main-Spessart verbietet Magnetfischen | BR24

© © picture-alliance/dpa

Immer häufiger finden Magnetangler Granaten.

Per Mail sharen
Teilen

    Landratsamt Main-Spessart verbietet Magnetfischen

    Nachdem Magnetfischer vor kurzem Sprenggranaten und eine Panzerfaust aus der Wern bei Thüngen im Landkreis Main-Spessart gezogen haben, reagiert nun das Landratsamt Main-Spessart. Magnetfischen, baden, Schlauchbootfahren ist ab sofort verboten.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Magnetangler haben aus der Wern bei Thüngen im Landkreis Main-Spessart erneut Sprenggranaten an Land gezogen. Laut Polizei war es der dritte Fund seit Mitte August. Da es sich bei den Fundstücken um unkontrollierbare gefährliche Gegenstände handelt, hat sich das Landratsamt Main-Spessart eingeschalten. Aus Sicherheitsgründen ist das Magnetfischen in der Wern und ihren Nebenarmen nun verboten, sagt das Landratsamt Main-Spessart.

    Weitreichende Verbote in Thüngen

    Neben dem reinen Magnetfischen sind nun auch zahlreiche andere Dinge vorerst verboten. Im Gemeindegebiet Thüngen ist das Baden, Waschen, Tränken und Schwimmen von Tieren, das Entnehmen und Ableiten von Wasser in geringen Mengen, insbesondere das Schöpfen mit Handgefäßen, nicht erlaubt. Außerdem dürfen weder Modellboote noch kleine Fahrzeuge ohne eigene Triebkraft benutzt werden.

    Gefahr durch korrodierte Sprenggranate

    Bei den teilweise korrodierten Granaten handelt es sich um unkontrollierbare und gefährliche Gegenstände, die einen Sprengradius mit Splitterwirkung von bis zu 1.000 Metern erreichen können. Nur speziell geschulte Fachleute dürfen diese Kampfmittel bewegen, räumen und entschärfen. Es ist unklar, ob und wie viele Geschosse noch in der Wern liegen.

    Starke Magnete können die Granaten auslösen

    Laut Kampfmittelräumdienst kann beim Magnetfischen der Zünder durch den starken Magneten ausgelöst werden.