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© Sylvia Schubart-Arand/BR-Mainfranken
Bildrechte: Sylvia Schubart-Arand/BR-Mainfranken

Der Klostersee bei Trennfeld

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    Landratsamt Main-Spessart rät weiter vom Baden im Klostersee ab

    Auch in diesem Jahr heißt es vom Landratsamt Main-Spessart: Vom Baden im Klostersee bei Trennfeld wird abgeraten. Die Bade-Empfehlungen oder Warnungen beziehen Werte vergangener Jahre ein – und ein Wert des Baggersees im Jahr 2018 war kritisch.

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    Von
    • BR24 Redaktion
    • Sylvia Schubart-Arand

    Der Klostersee bei Trennfeld im Landkreis Main-Spessart ist ein beliebter Badesee – eigentlich. 2015 war der Baggersee nahe des Mains in die Kritik geraten. Damals wurden erstmals Keime in Wasserproben gefunden. Seit 2018 warnt das Landratsamt vor dem Baden im See. Zwischenzeitlich gab es sogar ein Badeverbot. Für die diesjährige Badesaison gab das Landratsamt Main-Spessart schon vorab erneut eine Warnung heraus.

    Ergebnisse einer aktuellen Gewässerprobe stehen noch aus

    Das Landratsamt begründet seine Warnung mit der Bayerischen Badegewässerverordnung und einer mangelhafte Einstufung des Klostersees nach der Badesaison 2018. Dabei spielt es laut Landratsamt keine Rolle, dass die Nachproben des Baggersees in den Jahren 2019 und 2020 unauffällig waren. Der Klostersee bei Trennfeld wurde bereits kürzlich mikrobiologisch überprüft. Die Analyseergebnisse stehen noch aus. Im Laufe der aktuellen Badesaison werden noch fünf weitere Gewässerproben entnommen.

    Regelmäßiger Check für Badegewässer

    Einmal in der Vorsaison und dann etwa einmal pro Monat in der laufenden Saison werden Badegewässer auf mikrobiologische Verunreinigungen überprüft. Nach dem Ende jeder Badesaison wird der jeweilige Fluss oder Badesee dann auf Grundlage der vergangenen und der drei Badesaisons zuvor bewertet. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) stuft also aus Befunden von vier Jahren ein.

    Warnung geht auf Probe aus dem April 2018 zurück

    Nur eine Probe vom April 2018 wies im Klostersee sehr viele Enterokokken, also Darmbakterien, auf. Diese führte zur mangelhaften Einstufung der Badewasserqualität. Schuld waren damals im Frühling sehr viele Nilgänse, deren Ausscheidungen ins Wasser gelangten. Die Wildvögel hatten sich zeitweise dort aufgehalten. Konkret wurden im Klostersee am 7. September 2015, am 18. Juli 2016 und am 23. April 2018 überhöhte Enterokokken-Werte festgestellt.

    Der Klostersee entstand durch Kiesabbau. Die Wasserfläche beträgt etwa 76.000 Quadratmeter mit einer Tiefe von bis zu fünf Metern. Baden ist nur im abgegrenzten Teil des Sees erlaubt, das restliche Gewässer ist der Fischerei vorbehalten. Die Badewasserqualität war 2012, 2013, 2014 ausgezeichnet, 2015 bis einschließlich 2017 jedes Jahr gut und ab dem Jahr 2018 mangelhaft.

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