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Landratsamt: Impfteams haben Virus nicht ins Pflegeheim gebracht | BR24

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Der akute Corona-Ausbruch in einem Lichtenfelser Pflegeheim ist nicht auf die Impfteams zurückzuführen. So das Landratsamt, das die schweren Vorwürfe der Heimleitung zurückweist.

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Landratsamt: Impfteams haben Virus nicht ins Pflegeheim gebracht

Das Landratsamt Lichtenfels wehrt sich erneut gegen Vorwürfe nach einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim. Fabian Franke, der Geschäftsführer der Einrichtung, hatte den Verdacht geäußert, das Impfpersonal habe das Virus in das Heim eingeschleppt.

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Von
  • Richard Padberg

Die Vorwürfe waren massiv. Jetzt rudert der Geschäftsführer eines Pflegeheims in Lichtenfels zurück. Fabian Franke hatte geäußert, das Impfpersonal habe beim Impfstart Ende Dezember das Virus in das Heim eingebracht. Heute sagte er, er habe dies als Vermutung geäußert. Belegen könne er die Vorwürfe nicht.

Landratsamt: Gesundheitsamt hat nicht zu spät reagiert

Nachdem das Landratsamt Lichtenfels die Vorwürfe bereits am Dienstag zurückgewiesen hatte, äußerte sich die Behörde nochmals. Auch der Vorwurf, das Gesundheitsamt habe zu spät reagiert, stimme nicht. Im Vorfeld sei die Impfbereitschaft abgefragt worden. Zudem habe es Videokonferenzen mit den Leitungen aller Alten- und Pflegeheimen gegeben. Die Besuche der Impfteams seien abgesprochen gewesen.

Landratsamt: Bundeswehr wird Lichtenfelser Pflegeheim unterstützen

Mitarbeiter des Landratsamts und des Gesundheitsamts seien vor Ort und im Austausch mit der Pflegedienstleitung und auch mit dem Heimleiter des betroffenen Pflegeheims in Lichtenfels. Auch die Mitarbeiterin der Heimaufsicht sei in ständigem Kontakt mit der Pflegedienstleitung und unterstütze bei Dienstplänen und der Personalplanung. Ein Antrag auf Unterstützung durch die Bundeswehr sei mittlerweile genehmigt.

Lichtenfelser Landrat: Personen zu Unrecht angeprangert

Der Lichtenfelser Landrat Christian Meißner (CSU) betonte in eine Pressemitteilung, es würden Personen zu Unrecht an den Pranger gestellt, die sich über das übliche Maß hinaus zur Bekämpfung der Pandemie seit Monaten engagierten. Die Mitarbeiter von Landratsamt und Gesundheitsamt und auch die Ärzte im Impfzentrum seien bestürzt über die Vorwürfe. Dass man ständig neue Vorwürfe entkräften müsse, binde unnötige Kapazitäten, die besser bei der Bekämpfung des Ausbruchsgeschehens investiert seien. Nachdem das Ausbruchsgeschehen abgeschlossen sei und eine Analyse vorliege, fände sich sicherlich Zeit für eine Manöverkritik. Man müsse es jetzt gemeinsam in den Griff bekommen. Schuldzuweisungen würden aktuell niemandem helfen, so Meißner weiter.

Mitarbeiter der Lichtenfelser Impfteams negativ getestet

Auf Nachfrage des BR heißt es aus dem Landratsamt, die Impfteams des Landkreises seien Ende Dezember nicht auf das Corona-Virus getestet gewesen. Dies sei aufgrund der entsprechenden Verordnung der Staatsregierung nicht notwendig gewesen. Man habe das Ausbruchsgeschehen in Lichtenfels allerdings zum Anlass genommen, die Mitarbeiter der Impfteams in der vergangenen Woche zu testen. Die Testergebnisse seien alle negativ gewesen.

Mitarbeiter und Bewohner des Pflegeheims positiv getestet

Fabian Franke, Geschäftsführer des betroffenen Pflegeheims Elisabeth in Lichtenfels, sagte dem BR, inzwischen seien 51 Bewohner und 28 Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

© News5/Merzbach

Das Landratsamt Lichtenfels wehrt sich gegen Vorwürfe nach einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim. Der Geschäftsführer der Einrichtung hatte den Verdacht geäußert, das Impfpersonal habe das Virus in das Heim eingeschleppt.

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