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Für das Skigebiet Grasgehren soll am Riedberger Horn ein Teich für die Beschneiung der Pisten entstehen.
© BR / Rupert Waldmüller
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Für das Skigebiet Grasgehren soll am Riedberger Horn ein Teich für die Beschneiung der Pisten entstehen.

Für den Teich, der eine Beschneiung im Skigebiet Grasgehren am Riedberger Horn ermöglichen soll, seien sechs oder sieben Standorte geprüft worden, erklärte der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz. Den einzig vertretbaren Standort habe man genehmigt. Die Genehmigung sei erteilt worden, "weil wir wirklich alle denkbaren ökologischen Aspekte abgewogen haben und mit Fachleuten zu dem Ergebnis kamen, dass dieser Standort tatsächlich auch vernünftig unter Berücksichtigung aller ökologischen Fragen umzusetzen ist", sagte Klotz.

Entscheidung sollte Fördermittel für Skigebiet Grasgehren sichern

Das Ski-Gebiet Grasgehren ist Bundesstützpunkt für Skicross und Bordercross. Es sei deshalb auch um Bundesmittel gegangen, sagte Landrat Klotz: "Wir mussten den Bescheid jetzt rausgeben, damit diese finanzielle Förderung nicht in Frage gestellt wird."

Landrat Klotz hatte Naturschützern Zusammenarbeit angeboten

Vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) wurde die Genehmigung des Teichs für die Beschneiung in Grasgehren heftig kritisiert. Dem LBV und dem Bund Naturschutz hatte das Landratsamt Oberallgäu kurz zuvor einen Brief geschickt. Klotz bot den Verbänden an, die weitere Entwicklung rund um das Riedberger Horn mitzugestalten.

LBV kritisiert plötzliche Genehmigung für den Teich zur Beschneiung

Der Vorsitzende des LBV Norbert Schäffer fühlt sich vor den Kopf gestoßen: "Wir wollten uns mit ihm zusammensetzen. Wir wollten sagen, was können wir dort zusammen machen, für den naturverträglichen Tourismus, für die Natur. Buchstäblich am selben Tag wird die Genehmigung für dieses Schneibecken erteilt. Jetzt könnten hier die Bagger hochfahren und sich in den Berg graben."